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Sie wollen über die Arbeit der Naturfreundejugend berichten oder haben Fragen zum Engagement junger Menschen? Wir helfen gerne weiter und vermitteln Kontakte zu Jugendvertreter*innen.

Lina Mombauer
Ansprechpartner:
Lina Mombauer

Projektreferentin und Referentin für Kommunikation

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Tel. 030-29773278

Aktuelle Pressemitteilungen


Jugendliche entwickeln App zum klimafreundlichen Reisen   

Laut einer aktuellen Studie sind Touristen für acht Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich und tragen so entscheidend zum Klimawandel bei 1. Die Naturfreundejugend Deutschlands will jetzt zeigen, wie Reisespaß und Klimaschutz zusammengehen. Dafür entwickeln junge ehrenamtliche Jugendgruppenleiter gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und anderen gemeinnützigen Organisationen eine Reise-App.  

Das Potential für Einsparungen bei den Emissionen ist groß. Jährlich verreisen laut dem Statistischen Bundesamt mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche mit gemeinnützigen Organisationen wie Kirchengemeinden, Sportvereinen und Jugendorganisationen2. Die App soll diesen Reiseanbietern helfen, ihre Reisen nachhaltiger zu gestalten und die jungen Teilnehmenden motivieren, auch in Zukunft umweltfreundlich zu reisen. 

Die geplante App soll dazu mehrere Funktionen vereinen. Ein integrierter Rechner kalkuliert die Emissionen, die für Anreise, Unterkunft, Verpflegung sowie einzelne Programmpunkte anfallen. Dazu gibt es passende Tipps für umweltfreundliche Alternativen. „Auf einer Reise stehe ich oft vor der Herausforderung, wie ich meine Gruppe klimafreundlich und trotzdem bezahlbar verpflegen kann. Meine Erfahrungen will ich jetzt in die App einfließen lassen und mit passenden Rezepten, Ideen zum gemeinsamen Kochen und Tipps für den Einkauf andere unterstützen“ sagt Sina, Jugendleiterin bei der Naturfreundejugend. 

Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Es umfasst neben der App-Entwicklung umfangreiche Schulungsangebote und Aktionstage zum nachhaltigen Reisen für Kinder- und Jugendliche in ganz Deutschland. Der parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums, Florian Pronold (MdB), übergab der Naturfreundejugend Deutschlands hierzu heute einen symbolischen Förderscheck. 

Die Naturfreundejugend Deutschlands ist der eigenständige Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands und wurde im Jahr 1926 aus der Arbeiterbewegung heraus gegründet. Die Naturfreundejugend beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Gerechtigkeit, setzt sich für Kinderrechte ein und kämpft für eine nachhaltige Gesellschaft. Dabei stehen Demokratie und Mitbestimmung im Vordergrund ihrer Bildungsarbeit. Der Verband ermöglicht jedes Jahr zahlreiche Kinder- und Jugendfreizeiten und Reisen in viele europäische Länder und organisiert regelmäßig internationale Jugendbegegnungen. Ein breites Sportangebot ergänzt die Aktivitäten des gemeinnützigen Verbands. Die Naturfreundejugend Deutschlands ist bundesweit in Landesverbänden und vielen Ortsgruppen organisiert. Viele der Veranstaltungen finden in den rund 400 deutschen Naturfreundehäusern statt. 

1 Studie "The carbon footprint of global tourism", veröffentlicht am 07 May 2018 im Fachmagazin Nature Climate Change (www.nature.com/articles/s41558-018-0141-x

2 Vgl. Statistisches Bundesamt (2009), Teilnahmen an Maßnahmen der Jugendarbeit in Deutschland 

Pressekontakt 

Lina Mombauer, Naturfreundejugend Deutschlands 
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Fotomaterial

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Copyright „BMU/ Christoph Wehrer“
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Copyright "Naturfreundejugend Deutschlands"


Petersberger Klimadialog: Junge Klimabewegung kritisiert die Ankündigungen der Kanzlerin scharf

Pressemitteilung, 06.05.2021

Angela Merkel sprach heute im Rahmen des 12. Petersberger Klimadialogs (PCD) zur internationalen Staatengemeinschaft. Die Erwartungen der deutschen Jugend waren hoch, denn der Klimadialog stellt den Startschuss auf dem Weg zur 26. Klimakonferenz (COP26) im Herbst 2021 dar. Die Ankündigungen der Kanzlerin blieben insgesamt jedoch hinter den Forderungen der Jugend zurück. Bereits im Vorfeld appellierte ein Bündnis bestehend aus BUNDjugend, Fridays for Future, Katholische Landjugendbewegung, Klimadelegation e.V., Naturschutzjugend, Naturfreundejugend Deutschlands und WWF Jugend in einem Brief an die Kanzlerin. 

Insbesondere bemängeln wir, dass von Kanzlerin Merkel keine Erhöhung der deutschen Klimafinanzierung aus öffentlichen Mitteln angekündigt wurde. Das ist eine verpasste Chance für globale Klimagerechtigkeit!”, kritisiert Pia Jorks, Klimapolitische Leitung Klimadelegation e.V. Gefordert hatte das Bündnis 8 Mrd. Euro aus öffentlichen Geldern des Bundes, um der globalen und historischen Verantwortung gerecht zu werden, 50% davon sollten für die Anpassung an Klimafolgen verwendet werden. 

Wir bedauern es sehr, dass die Kanzlerin einen Schuldenerlass für Länder des Globalen Südens nicht ins Spiel gebracht hat. Das zeugt von mangelnder Solidarität und verringert Vertrauen”, Luisa Sandkühler, WWF Jugend. 

Die angekündigte Erhöhung des Ziels zur Emissionsreduktion von 65% bis 2030 gegenüber 1990 ist nicht ambitioniert genug, um die 1,5°C Grenze der Erderhitzung einzuhalten. Das Jugendbündnis forderte basierend auf Berechnungen des Wuppertal Instituts eine Reduktion von 85% bis 2030 gegenüber 1990, um die Klimaziele zu erreichen. “Die Bundesregierung wird durch das Bundesverfassungsgericht in die Pflicht genommen, Generationengerechtigkeit als entscheidenden Faktor für ihre Politiken zu berücksichtigen. Dafür sind die heutigen Ankündigungen absolut nicht ausreichend”, Daniela Ordorwski, Bundesvorstand Katholische Landjugendbewegung.

Das Jugendbündnis kritisiert weiterhin, dass keine nationalen Investitionen in grüne Konjunkturpakete angekündigt wurden. Deutschland bleibt damit hinter den ambitionierten Ankündigungen von beispielsweise US-Präsident Biden zurück. “Grüne Investitionen in und nach der Pandemie sind vor allem für unsere und zukünftige Generationen zentral, um eine klimaneutrale Wirtschaft auf den Weg zu bringen, die Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen und nachhaltige Jobs zu schaffen”, Luca Samlidis, Fridays for Future Bonn. 

Insgesamt wurden die Forderungen der Jugend missachtet. “Wenn es auf der COP so weitergeht wird das, Vertrauen in die internationalen Prozesse massiv geschwächt und die Einhaltung der 1,5°C Grenze rückt in weite Ferne”, Jannis Gustke, Naturfreundejugend Deutschlands. 

Bis morgen Nachmittag dauern die Gespräche auf Minister*innenebene an, auch diese verfolgt das Jugendbündnis weiter gespannt. Besonders wichtig sei hierbei unter anderem die Einhaltung der Menschenrechte, der Schutz der Umweltintegrität und die Förderung Nachhaltiger Entwicklung. 

Für Einschätzungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Pressekontakt:
Pia Jorks, Klimapolitische Leitung Klimadelegation e.V.
+49 15737009750
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NaturSchutzRaum – Rechtsextremismusprävention im ländlichen Raum

Berlin, 9. Juni 2020 – Extrem rechte Akteur*innen und Gruppierungen versuchen verstärkt, den ländlichen Raum zu besiedeln. Über ihr Engagement in Vereinen und Erziehungseinrichtungen wollen sie – insbesondere auch im Kontext des Natur- und Umweltschutzes – eine Diskursverschiebung nach rechts erreichen. Begünstigt wird diese Entwicklung durch den Rückgang der Bevölkerung in den ländlichen Räumen sowie die sukzessive Vernachlässigung öffentlicher Infrastrukturen in diesen Regionen. Das von der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) initiierte Projekt NaturSchutzRaum will der strategischen rechten Landnahme durch Bildung und Prävention ein wirksames Mittel entgegensetzen.

NaturSchutzRaum will rechtsextrem gefährdete Jugendliche und junge Erwachsene in ländlichen Räumen über die Natur- und Umweltschutzverbände erreichen. Zur Umsetzung dieses Ziels schafft FARN folgende Angebote, die es ermöglichen, die Gefahren zur Radikalisierung zu erkennen und ihnen präventiv entgegenzuwirken:

  • Multiplikator*innenschulungen, die die Absolvent*innen befähigen, bei ihrer Arbeit vor Ort aufklärend zu agieren und mögliche Radikalisierungstendenzen zu beurteilen
  • ein Online-Seminar für Studierende der „Grünen Berufe“, das diese in die Lage versetzt, mögliche Anknüpfungspunkte völkischer und menschenverachtender Ideologien in ihrem zukünftigen Berufsfeld zu identifizieren
  • Vorträge und Workshops für einen Einstieg in das Thema und zur Sensibilisierung für die Gefahren durch die Aktivitäten rassistischer, völkischer und nationalistischer Akteur*innen im Natur- und Umweltschutz

Mehr Informationen unter www.nf-farn.de/naturschutzraum

FARN wurde im Oktober 2017 von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet. Das Projekt NaturSchutzRaum wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


Vergangene Pressemitteilungen

Gemeinsame Presseerklärung: Großdemonstrationen “Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus” Berlin, 16. Mai 2019

Großdemonstration am 19. Mai: „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!“

Pressespiegel

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