Informationen für die Presse

Sie wollen über die Arbeit der Naturfreundejugend berichten oder haben Fragen zum Engagement junger Menschen? Wir helfen gerne weiter und vermitteln Kontakte zu Jugendvertreter*innen.

Lina Mombauer
Ansprechpartner:
Lina Mombauer

Projektreferentin und Referentin für Kommunikation

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Tel. 030-29773278

Aktuelle Pressemitteilungen


Berlin 6.12.2022

Forderungen statt Aktionsformen diskutieren - ambitionierte Klimapolitik jetzt!

Der Jugendverband Naturfreundejugend Deutschlands verurteilt die Forderungen nach härterer Bestrafung der Aktivist*innen der „Letzten Generation“ scharf. „Es ist demokratiegefährdend, aus politischen Gründen schärfere Strafen zu fordern, anstatt die rechtliche Beurteilung der Proteste bei den Gerichten zu belassen.“ so Lara Möllney aus dem Bundesvorstand der Naturfreundejugend. „Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit ist ein Grundrecht, und ein Grundpfeiler für eine starke Demokratie. Bei den genutzten Aktionsformen handelt es sich um zivilen Ungehorsam, die Aktionen sind durch die Versammlungsfreiheit abgedeckt. Dennoch werden Aktivist*innen ohne Gerichtsverhandlung in 30-tägige Präventivhaft genommen. Diesen antidemokratischen Bestrebungen stellen wir uns entschieden entgegen.“

Dabei ist die Dringlichkeit für eine entschiedenere Klimapolitik wissenschaftlich belegt. Das Bundesverfassungsgericht hat in der vergangenen Legislaturperiode die fehlende Generationengerechtigkeit und die mangelnde Ambition in der deutschen Klimapolitik deutlich kritisiert und zu Nachschärfungen aufgerufen. Die im Bundesklimaschutzgesetz festgelegten Treibhausgas-Reduktionsziele wurden 2021 in den Sektoren Verkehr und Gebäude deutlich verfehlt. Insbesondere im Verkehrssektor wurde der gesetzlich festgeschriebene Mechanismus zur Nachbesserung nahezu verweigert, der Plan des Verkehrsministerium ist nach Urteil des Expert*innenrates für Klimafragen „schon im Ansatz ohne Anspruch“.

Junge Menschen sind besonders durch die Folgen der Erderhitzung bedroht und empfinden zunehmend Angst vor der Klimakrise. Um sich Gehör zu verschaffen greifen sie auch auf Aktionsformen des zivilen Ungehorsams zurück, um für eine deutliche Verschärfung der Klimapolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Anstatt ihre Angst anzuerkennen und ihre Forderungen ernst zu nehmen, wird die Ausübung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit durch repressive Polizeigesetze eingeschränkt. „Die friedlichen Demonstrationen mit Terrorismus zu vergleichen, bedroht die freie Ausübung der Versammlungsfreiheit. Der präventive Freiheitsentzug der Aktivist*innen ist verfassungsrechtlich höchst problematisch und schwächt die Rechtsstaatlichkeit.“ ergänzt Lara Möllney. „Wir sollten die Forderungen der Letzten Generation diskutieren, nicht die Aktionsform. Die Bundesregierung hält ihre selbst gesteckten und gesetzlich festgeschriebenen Ziele nicht ein und müsste diese sogar weiter nachschärfen, um ihren Beitrag zum Einhalten des 1,5 °C Pfades zu leisten. Die Zeit für eine deutlich ambitioniertere Klimapolitik ist jetzt.“

Weitere Informationen zur Position der Naturfreundejugend gibt es im Beschluss "Ambitionierte Klimapolitik jetzt - Forderungen statt Formen diskutierten!", der auf dem Bundesausschuss vom 2. bis 4. Dezember 2022 in Hannover verabschiedet wurde.

Pressekontakt:

Lara Möllney
Mitglied im Bundesvorstand der Naturfreundejugend Deutschlands
eMail: sl8sa8sr8sa8s.8sm8so8se8sl8sl8sn8se8sy8sØ8sn8sa8st8su8sr8sf8sr8se8su8sn8sd8se8sj8su8sg8se8sn8sd8s.8sd8se8
Telefon: 09281 8401643


Berlin 30.11.2022

Neue Schulungsangebote: Klimaschonende Jugendreisen planen

Die Naturfreundejugend bietet für 2023 ein breites Schulungsangebot für Aktive der Kinder- und Jugendarbeit an. Die Schulungen vermitteln, wie Kinder- und Jugendreisen klimaschonend organisiert werden können, ohne den Spaß zu minimieren. Von der Anreise, über Unterkunft und Verpflegung hin zu den Aktivitäten vor Ort. Die Schulungen gibt es in verschiedensten Formaten, als Termine vor Ort, aber auch Online. Schulungsbausteine können zudem für eigene Veranstaltungen angefragt werden.

  • Formate: Online und Offline, von 3 Stunden bis hin zu einem kompletten Wochenende
  • Themen: Hintergrundwissen und Hinweise zur klimaschonenden Planung von Mobilität, Unterkunft, Verpflegung und Programm einer Jugendreise; Methoden, um das Thema mit Kindern und Jugendlichen zu behandeln

„Der Tourismus ist für 5-8 % der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Diese hohe Zahl wollen wir reduzieren und zeigen, dass Klimaschutz und tolle Reiseerlebnisse sich nicht ausschließen müssen“, so Nora Determann, Projektreferentin der Naturfreundejugend. „In den Schulungen schauen wir uns an, welche Handlungen wie viele Treibhausgase verursachen und welche klimaschonendere Variante es gibt. Unser Fokus liegt dabei auf besonders wirkungsvollen und gut umsetzbaren Maßnahmen. Wichtig ist uns außerdem, die Kinder und Jugendlichen während der Reise für das Thema zu sensibilisieren und ihr Engagement zu fördern. Wir wollen versuchen, Klimaangst und gefühlte Machtlosigkeit in zukunftsweisende Energie umzuwandeln.“

Die Schulungen sind an das bundesweit anerkannte Ausbildungssystem für Jugendleiter*innen (Juleica) angelehnt und können auch für den Erwerb oder die Verlängerung des Zertifikates Juleica-Card angerechnet werden. Die Schulungen sind Teil des Projektes „Klimaschutz im Tourismus: Jugendreisen als Vorreiter bei der Reduktion von Treibhausgas-Emissionen“ und werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Die Naturfreundejugend Deutschlands ist der eigenständige Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands und wurde im Jahr 1926 gegründet. Die Naturfreundejugend beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Gerechtigkeit, setzt sich für Kinderrechte ein und kämpft für eine nachhaltige Gesellschaft. Dabei stehen Demokratie und Mitbestimmung im Vordergrund der Bildungsarbeit. Der Verband ermöglicht jedes Jahr zahlreiche Kinder- und Jugendfreizeiten und organisiert regelmäßig internationale Jugendbegegnungen. Ein breites Sportangebot ergänzt die Aktivitäten des gemeinnützigen Verbands. Die Naturfreundejugend Deutschlands ist bundesweit in Landesverbänden und vielen Ortsgruppen organisiert. Viele der Veranstaltungen finden in den rund 400 deutschen Naturfreundehäusern statt.

Weitere Informationen unter climates.info

Kontakt
Janinka Lutze
eMail: mktmltmitmmtmatmftmatmitmrtmrtmetmitmstmetmntmØtmntmatmttmutmrtmftmrtmetmutmntmdtmetmjtmutmgtmetmntmdtm.tmdtmet
Tel.: 0151-10767172


Berlin, 17.11.2022

Letzte Chance: Naturfreundejugend fordert gerechte Finanzierung für Klimaschäden vor Ende der Weltklimakonferenz. Junge Menschen aus Senegal und Deutschland sehen Bundesregierung in Verantwortung.

"Wir leiden unter den Klimafolgen und kritisieren die mangelnde Übernahme der Verantwortung der Staaten des globalen Nordens. Der Vorschlag der deutschen Bundesregierung, 170 Millionen Euro für einen "Global Shield" für Schäden und Verluste bereitzustellen, ist unzureichend und ungerecht. Die Bundesrepublik ist für 2 Prozent der globalen Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Die wirtschaftlichen Kosten für Verluste und Schäden in den Ländern des globalen Südens werden bis 2030 auf bis zu 580 Milliarden Dollar erwartet.", so Mamadou Sylla, Vertreter des Jugendverbandes Naturfreundejugend Senegal (Association Sénégalaise des Amis de la Nature) und Advocacy Coordinator der Loss and Damage Youth Coalition auf der COP27. „Gleichzeitig lenkt der "Global Shield" von der eigentlichen Verantwortung von Reparationszahlungen für vergangene und künftige Schäden und Verluste ab. Eine praktikable Lösung ist nur die Einrichtung einer Loss and Damage Finance Facility, also eines Fonds für leicht zugängliche Schadensersatzzahlungen.“

Deutschland hat gemeinsam mit den G7-Staaten auf der Klimakonferenz angekündigt, einen "Global Shield" zur Finanzierung von Sozialschutzsystemen und Klimarisikoversicherungen bereitzustellen. Erst gestern kündigte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock auf ihrem Weg zur Klimakonferenz an, dass die Forderungen der vom Klimawandel stark betroffenen Länder nach Schutz vor Verlusten und Schäden "zu Recht" eingefordert werden. Junge Klimaaktivisten der Naturfreundejugend aus Senegal und Deutschland fordern von der deutschen Bundesregierung und Annalena Baerbock alle Anstrengung zu unternehmen in den letzten Tagen der COP27 einen klaren und umfassenden Finanzierungsmechanismus für Verluste und Schäden einzurichten. Dafür muss sich Deutschland für ein Agreement für Schadensersatzzahlungen, statt für Klimarisikoversicherungen stark machen und seine Zahlungszusagen drastisch erhöhen. Gleichzeitig bedarf es endlich ausreichender Maßnahmen zur Reduktion der Treibhaus-Emissionen.

Die Naturfreundejugend Deutschlands (NFJD) und die Association Sénégalaise des Amis de la Nature (ASAN) sind Teil einer weltweiten Bewegung der NaturFreunde. Zusammen mit anderen Organisationen bauen sie ein Netzwerk globaler Partnerschaften für Klimagerechtigkeit, Jugendbegegnungen, Dekolonialisierung und globale Gerechtigkeit auf. Die NFJD ist der eigenständige Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands und wurde im Jahr 1926 aus der Arbeiter*innenbewegung heraus gegründet. ASAN hat sich 1983 im Senegal als Nichtregierungsorganisation für Naturschutz, gegen Wüstenausbreitung und damit für den Schutz natürlicher Voraussetzungen menschlichen Lebens vor Ort gegründet. Später ist ASAN Mitglied der NaturFreunde International geworden und stellt seit 2007 den Präsidenten des Afrikanischen Netzwerks der Naturfreunde.

Pressekontakte:

Mamadou Sylla (Association Sénégalaise des Amis de la Nature)
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Telefon: +33 749 608966
Kontakt nur in Englisch und Französisch möglich.

Frank Hoppe (Naturfreundejugend Deutschlands)
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Telefon: +49 176 66370398


Berlin, 17.11.2022

Klimakrise: Leugner*innen entgegentreten

Anlässlich der 27. Weltklimakonferenz leugnet der AfD-Umweltpolitiker Steffen Kotré im Interview den menschengemachten Klimawandel. Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) ruft dazu auf alle Anstrengungen zu ergreifen, um die Klimakrise einzudämmen und Positionen der Klimawandelleugnung zu isolieren.

„Die AfD und andere Klimawandelleugner*innen stehen außerhalb des wissenschaftlichen Diskurses. Trotzdem versuchen sie weiterhin Einfluss auf die internationale Klimapolitik zu nehmen. Dem muss konsequent entgegengetreten werden.“, so Lukas Nicolaisen, Leiter von FARN. Spätestens seit dem Aufkommen und der medialen Rezeption von FridaysForFuture haben rechte Akteur*innen die Thematik rund um die Klimakrise für sich entdeckt Die AfD arbeitet eng mit Vereinen und Thinktanks der Klimawandelleugnerszene zusammen, wie dem selbsternannten europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE). Die AfD generiert sich, vor allem im Osten Deutschlands, als Lobbyistin für die Beschäftigten in der Braunkohle und stellt sich konsequent gegen den Kohleausstieg.

Uwe Hiksch, Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands, dazu: „Seit vielen Jahrzehnten engagieren sich die NaturFreunde gegen rechte Akteur*innen und Klimaleugner*innen. Nur wenn es gelingt, eine sozial-ökologische Transformation der heutigen fossilen Weltwirtschaft einzuleiten, kann die Klimakrise abgemildert werden. Die NaturFreunde werden sich allen Versuchen entgegenstellen, mit rückwärtsgewandten Ideologien eine klimagerechte Zukunft zu verhindern.“

Lara Möllney, Mitglied im Bundesvorstand der Naturfreundejugend Deutschlands: "Klimagerechtigkeit bedeutet, sich demokratisch und solidarisch für eine lebenswerte und gerechte Zukunft für alle einzusetzen. Rechte Akteur*innen und Klimawandelleugner*innen aber wollen eine solidarische Gesellschaft verhindern und Ungerechtigkeit verstärken. Als Naturfreundejugend treten wir diesen Ideologien aktiv entgegen und setzen uns für eine sozial-ökologische Transformation ein."

Weitere Informationen über die (extreme) Rechte und Klimawandelleugnung findet sich auf unserer Homepage. Unsere Broschüre „Die extreme Rechte zwischen Klimawandelleugnung und Klimanationalismus“ steht unter www.nf-farn.de/klimawandelleugnung-und-klimanationalismus zum Download bereit.

FARN wurde im Oktober 2017 von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet.

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2500 Zeichen mit Leerzeichen – freigegeben

Rückfragen bitte an
Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN)
c/o NaturFreunde Deutschlands
Florian Teller
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www.nf-farn.de


Berlin, 11.11.2022

Ungerechte Verhandlungsbasis bei Klimakonferenz: Naturfreundejugend fordert gleiche Zugangsmöglichkeiten für Menschen des Globalen Südens

Die Naturfreundejugend Deutschlands (NFJD) und deren Schwesterorganisation im Senegal Association Sénégalaise des Amis de la Nature (ASAN) kritisieren die ungerechte Verhandlungsbasis bei den jährlichen Klimakonferenzen scharf. "Die Dominanz des Globalen Nordens während der Klimaverhandlungen ist auch auf der COP27 in Scharm El-Scheich, Ägypten, deutlich zu erkennen. Dabei sind es gerade betroffene und vulnerable Gruppen wie Menschen des Globalen Südens und deren Jugend, deren Bedürfnisse in den internationalen Klimaverhandlungen im Fokus stehen sollten.", so Mamadou Sylla, der ASAN und die NFJD auf der diesjährigen Klimakonferenz vertritt und die Loss and Damage Youth Coalition als Advocacy Coordinator begleitet.

"Ein ernsthafter Versuch, die Menschen des Globalen Südens gleichberechtigt an den Verhandlungen teilhaben zu lassen, beginnt mit Fundingmöglichkeiten für Reise- und Aufenthaltskosten, Dolmetscher*innen sowie gleichen Möglichkeiten, Visa und einen Zugang zur Konferenz zu bekommen", ergänzt er.

Die COP27 wurde als "African COP" beworben und hätte ein Start für eine umfassende Transformation der Machtdynamik zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden sein sollen. Doch allein die ungleichen Beteiligungsmöglichkeiten zeigen, dass dieses Ziel nicht erreicht wird. Seit Jahren ist erkennbar, dass Länder des Globalen Nordens durch ihre dominante Verhandlungsposition dringend nötige, ambitionierte Fortschritte in den Verhandlungen erfolgreich blockieren. "Gerechte Klimaverhandlungen sind ein Grundstein für eine global gerechte und ambitionierte Klimapolitik, die die Verursachenden der Krise in ausreichendem Maß zur Verantwortung zieht." so Frank Hoppe, Vorstandsmitglied der NFJD. "Nur so können eine Einhaltung der Verpflichtungen zur Emissionsreduktion und eine gerechte Finanzierung von Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungen sowie Schadensersatzzahlungen an den Globalen Süden erreicht werden."

Junge Naturfreund*innen aus Senegal und Deutschland fordern, dass die Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention die wichtige Rolle anerkennen, die die Bevölkerung des Globalen Südens, ihre Jugend, Zivilgesellschaft und die lokalen Organisationen beim Kampf gegen die Klimakrise und der Abmilderung ihrer Folgen spielen. Diese Anerkennung muss in eine Beseitigung von Zugangsbarrieren für Länder und Menschen des Globalen Südens zu den Klimaverhandlungen sowie den Abbau dominanter Verhandlungspositionen des Globalen Nordens fließen.

Die Naturfreundejugend Deutschlands (NFJD) und die Association Sénégalaise des Amis de la Nature (ASAN) sind Teil einer weltweiten Bewegung der NaturFreunde. Zusammen mit anderen Organisationen bauen sie ein Netzwerk globaler Partnerschaften für Klimagerechtigkeit, Jugendbegegnungen, Dekolonialisierung und globale Gerechtigkeit auf. Die NFJD ist der eigenständige Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands und wurde im Jahr 1926 aus der Arbeiter*innenbewegung heraus gegründet. ASAN hat sich 1983 im Senegal als Nichtregierungsorganisation für Naturschutz, gegen Wüstenausbreitung und damit für den Schutz natürlicher Voraussetzungen menschlichen Lebens vor Ort gegründet. Später ist ASAN Mitglied der NaturFreunde International geworden und stellt seit 2007 den Präsidenten des Afrikanischen Netzwerks der NaturFreunde.

Pressekontakte:

Mamadou Sylla (Association Sénégalaise des Amis de la Nature)
eMail: ksukyukluklukauk.ukmukaukmukaukdukoukuuk1uk0uk1uk2ukØukgukmukaukiukluk.ukcukoukmu
Telefon: +33 749 608966
Kontakt nur in Englisch und Französisch möglich.

Frank Hoppe (Naturfreundejugend Deutschlands)
eMail: 6fc6rc6ac6nc6kc6.c6hc6oc6pc6pc6ec6Øc6nc6ac6tc6uc6rc6fc6rc6ec6uc6nc6dc6ec6jc6uc6gc6ec6nc6dc6.c6dc6ec
Telefon: +49 176 66370398

Mamadou Sylla auf der COP27 in Scharm El-Scheich, Ägypten
Copyright"Naturfreundejugend Deutschlands"

Berlin 23.09.2022

Jugend fordert: Entlastung für das Klima. Entlastung für die Menschen.

Statement der Naturfreundejugend Deutschlands zum Klimastreik am 23.09.2022

„Gerade junge Menschen leiden massiv unter den steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten. Gleichzeitig wird ihre Lebensgrundlage durch die Klimakrise zunehmend zerstört. Beides braucht Lösungen. Deshalb müssen jetzt massive Entlastungen kommen: Für das Klima und für die Menschen.“ so Wendelin Haag, Bundesvorsitzender der Naturfreundejugend Deutschlands. „Dazu braucht es weitreichende Investitionen für unsere Zukunft, anstatt Finanzpolitik der Vergangenheit und somit ein Ende der Schuldenbremse.“

Für eine umfassende sozial-ökologische Transformation ruft die Naturfreundejugend Deutschlands zum gemeinsamen Globalen Klimastreik am 23. September 2022 mit Fridays for Future auf.

„Für die Entlastungen des Klimas und der Menschen sind jetzt die Erneuerbaren Energien fundamental: Rasche Genehmigung von Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen sowie das vollständige Abschöpfen der vorhandenen Kapazitäten von Windenergie und Biomasse.“ so Lukas Lindemann, Vertreter der Jugendverbände im Deutschen Naturschutzring. „Zusätzlich muss die Kopplung von Strom- und Gaspreis, welche maßgeblich für die hohen Strompreise sorgt, schnellstens reformiert werden. Es gibt keine Zeit mehr für eine Politik, die Krisen isoliert bearbeitet. Sozialer Ausgleich, Energiesicherheit und die Erreichung der Klimaziele dürfen, angesichts der gravierenden Zuspitzung aktueller Krisen, nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden.“

Deswegen geht die Naturfreundejugend für eine ambitionierte, sozial gerechte und versorgungssichernde Klimapolitik beim Klimastreik auf die Straße. Fürs Klima. Für die Menschen. Für die Gerechtigkeit!

Pressekontakt:
Naturfreundejugend Deutschlands
Lukas Lindemann
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+49 177 4154 394


Berlin 29.07.2022

Jugendorganisationen fordern Verlängerung des 9-Euro-Tickets

Ein breites Bündnis von Jugendorganisationen fordert von der Bundesregierung die Fortsetzung des 9-Euro-Tickets bis mindestens Ende des Jahres. Langfristig soll der ÖPNV bundesweit kostenlos gestaltet werden. Diese Maßnahmen sollen mit massiven Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur und den Aufbau von mehr Personal einhergehen.

„Eine Rückkehr zu den alten Ticketpreisen ab September wäre in der jetzigen Krisensituation ein Desaster“, so Wendelin Haag, Bundesvorsitzender der Naturfreundejugend Deutschlands. „Mobilität ist ein Grundrecht und gerade für junge Menschen eine wichtige Voraussetzung für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Verkehrsminister Wissing kann jetzt zeigen, dass ihm die Freiheit junger Menschen ein Anliegen ist. Denn diese Freiheit ist durch hohe Energiepreise und die Klimakrise massiv bedroht. Ein entgeltfreier öffentlicher Personennahverkehr wäre die richtige Maßnahme zum Einstieg in die Mobilitätswende.“

Für die Finanzierung der Maßnahmen fordern die Jugendorganisationen von Umweltverbänden, Gewerkschaften, mehrerer Parteien und der Klimabewegung, in denen sich viele Millionen junge Menschen engagieren, die Nutzung von Geldern aus umweltschädlichen Subventionen, deren Streichung bereits im Koalitionsvertrag verankert ist.

Derzeit ist der Verkehrssektor für 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. In den letzten Jahrzehnten wurden die Klimaziele im Verkehr dauerhaft verfehlt. Hinzu kommen Flächenversiegelung, Ressourcenverbrauch, Luft- und Lärmverschmutzung. Um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten, ist eine sozial und ökologisch ausgestaltete Mobilitätswende entscheidend.

Im Bündnis engagieren sich: Naturfreundejugend, Deutscher Bundesjugendring, DGB-Jugend, EVG Jugend, Naturschutzjugend, BUNDjugend, Jusos, Grüne Jugend, Linksjugend ['solid] und Fridays for Future.


Rückfragen bitte an: 
Naturfreundejugend Deutschlands 
Wendelin Haag 
030-29773270 oder 0176-94882277
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Berlin, 13. Juni 2022

Rechtsextremismus im Natur- und Umweltschutz – Umfrage unter Studierenden

Anknüpfungstendenzen trotz eindeutiger demokratischer Positionierung

Studierende der grünen Berufe müssen stärker im Sinne einer demokratischen Umweltpolitik adressiert werden. Zwar befürworten sie mit großer Mehrheit das demokratische System, sprechen sich für Minderheitenschutz aus und lehnen autoritäre Strukturen ab. Trotzdem gibt es in dieser Gruppe hinsichtlich ihrer ökologischen Haltung eine Offenheit für nach rechts anschlussfähige Positionen und Denkmodelle. Dies betrifft vor allem die Themen Bevölkerungspolitik, Heimatschutz, Ganzheitlichkeit und Landromantik. Auch Querfrontzusammenschlüsse werden zum Wohle der Natur und Umwelt von ihnen nicht per se ausgeschlossen.

Gleichzeitig wird das Thema „Naturschutz, Umweltschutz und Rechtsextremismus“ in der Hochschullehre bisher kaum kritisch beleuchtet, obwohl das Interesse der Studierenden an diesem Themenkomplex groß ist.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Hochschulumfrage der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) in Kooperation mit dem Institut für Diversity und Nachhaltigkeit (diversu e.V.), an der von März bis Mai 2021 deutschlandweit 804 Studierende von 34 Hochschulen teilgenommen haben.

Ziel der Umfrage war es, Daten zum Ist-Zustand an den Hochschulen zu erheben: Werden die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit nationalistischen, völkischen und rassistischen Strömungen in der Lehre thematisiert? Wie steht es um das Wissen der Studierenden zu diesem Themenkomplex? Sind rechtsextreme Personen und Gruppierungen an den Hochschulen aktiv? Nun soll auf der Grundlage der Umfrage-Ergebnisse ein Online-Seminar entstehen, das Studierenden bundesweit zur Verfügung gestellt wird, und sie für die antidemokratischen Interventionen sensibilisiert.

Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands:
„Wir stehen am Anfang multipler globaler Krisen. Die Folgen des Treibhausgasanstiegs, die Übersäuerung der Meere und die fortschreitende Vernichtung der Biodiversität erhöhen die Gefahr von Verteilungskonflikten. Dies wiederum birgt die Gefahr eines Erstarkens nationalistischer und antidemokratischer Bewegungen. Deshalb ist es so wichtig, über die Geschichte des Naturschutzes mit seinen Irrwegen und seiner nationalistischen Gesinnung aufzuklären, die Zusammenhänge und Ziele des völkischen Naturschutzes offen zu legen und heutige Versuche einer Instrumentalisierung für rechtsextreme Ideologien abzuwehren.“

Wendelin Haag, Bundesleiter der Naturfreundejugend Deutschlands und Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings:
„Die Umfrage zeigt: Junge Menschen sind politisch interessiert und engagiert. Mehrheitlich sprechen sie sich für Demokratie und Menschenrechte aus. Gleichzeitig sind aber auch ganz andere besorgniserregende Potentiale deutlich zu erkennen – antidemokratische Momente sowie bewusste oder unbewusste Ressentiments. Hier sind die politischen Entscheidungsträger*innen gefragt. Demokratie passiert nicht einfach. Sie muss gestaltet, geschützt und nachhaltig gefördert werden. Die Strukturen der Jugendverbände als Orte der politischen Bildung und Werkstätten der Demokratie müssen gestärkt werden.“

Lukas Nicolaisen, Leiter der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN):
„Symptome Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit finden sich nicht nur am rechten Rand. Das zeigen vergangene Studien und das zeigt auch die Online-Befragung von FARN. Studierende in den grünen Berufen sind interessiert an gesellschaftspolitischen Themen. Sie wissen, dass die Verknüpfung von Ökologie und Demokratie in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Sie begreifen sich als politisch interessiert und wünschen sich, im Hochschulkontext und in der Lehre auch so adressiert zu werden. Vor diesem Hintergrund gilt es die in der Befragung deutlich gewordenen problematischen Einstellungstendenzen sehr ernst zu nehmen und nicht zu verharmlosen: Hinter widersprüchlichem Antwortverhalten können auch nicht offen geäußerte Ressentiments und verborgene Unzufriedenheit mit demokratischen Prozessen stehen. Es braucht deshalb Bildung und Sensibilisierung zu nach rechts anschlussfähigen Denkmodellen. Auch an Hochschulen.“

Dr. Christine Katz, Institut für Diversity, Natur, Gender und Nachhaltigkeit (diversu e.V.):
„Die Umfrage macht unter anderem sichtbar, dass und zum Teil welche Anknüpfungspunkte für antidemokratisch, populistisch und rechtsideologisch gefärbte Positionen in vermeintlich wertneutralen, faktenbasierten natur- und umweltwissenschaftsbezogenen „grünen“ Studiengängen bestehen beziehungsweise transportiert werden. Auch wenn dies auf der Seite der Lehrenden wie der Lernenden oft unbewusst geschehen mag – es verweist doch auf eine Leerstelle in diesen Disziplinen, die dringend behoben werden müsste: Es fehlt dort an Auseinandersetzung über die Entstehung, Strukturierung und Verfasstheit (westlicher) wissenschaftlicher Erkenntnis und ihrer Institutionen, ihrer Voraussetzungen, Vorannahmen, Gültigkeitsgrenzen und Reichweite.“

Wichtige Ergebnisse der Umfrage:

  • Die Mehrheit der Studierenden wünscht sich ein reguläres Lehrangebot zu historischen und aktuellen extrem rechten Kontinuitäten von Konzepten des Natur- und Umweltschutzes.
  • 15 Prozent der teilnehmenden Studierenden berichten von menschenfeindlichen Äußerungen und Handlungen im Rahmen ihres Studiums. Hierbei handelt es sich um (antimuslimisch-, antiasiatisch-) rassistische, antisemitische, LGBTIQ-feindliche, NS-verherrlichende, Shoah-relativierende, sozialdarwinistische, behindertenfeindliche Vorfälle. Urheber*innen waren rechtsextreme Gruppierungen und Personen, aber auch Dozierende und Studierende der sogenannten gesellschaftlichen Mitte.
  • Gut ein Drittel der Befragten verspürt angesichts der zu lösenden Umweltprobleme den Wunsch, jemand möge entschieden durchgreifen und zur Not auch demokratische Prozesse vernachlässigen (37 Prozent).
  • 31 Prozent der Studierenden gaben an, ihnen sei es egal, warum sich Menschen für bestimmte Umweltbelange einsetzen, es gehe darum zusammen für ein gemeinsames Ziel einzustehen.
  • Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass die Ursachen vieler Umweltprobleme in der Bevölkerungsentwicklung zu sehen ist (55 Prozent).
  • In diesem Zusammenhang spricht sich fast ein Drittel der Studierenden für antinatalistische Maßnahmen im globalen Süden aus (30 Prozent), das weist auf neokoloniale Denkmuster hin.
  • Fast zwei Drittel der Befragten stimmen der biologistischen Aussage zu, dass die Natur dem Menschen vorgebe, was natürlich und damit richtig ist (57 Prozent).
  • Knapp die Hälfte der Befragten ist offen für antimoderne und antisemitische Bilder/Vorstellungen: Sie stimmen der Aussage zu, dass in der Stadt fremde Einflüsse herrschen die dazu führen, dass Menschen den Bezug zur Natur und ihrer eigenen Identität verlieren.
  • Ein Drittel der Befragten gibt an, dass Umweltschutz und Heimatschutz zusammengehöre (32 Prozent).
  • 85 Prozent der Studierenden verstehen sich als politisch interessiert und verorten sich im politischen Spektrum überwiegend links der sogenannten Mitte
  • Knapp 95 Prozent sind der Meinung, Herausforderungen der Umweltkrise dürften nicht zu einem Abbau von demokratischen Strukturen führen und bei der Bewältigung von Umweltproblemen sollten Positionen von Minderheiten und strukturell benachteiligten Menschen mehr Beachtung als bisher finden.

Die vollständige Auswertung kann hier abgerufen werden: www.nf-farn.de/umfrage-2021

FARN wurde im Oktober 2017 von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet. Das Projekt NaturSchutzRaum wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Rückfragen bitte an
Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN)
c/o NaturFreunde Deutschlands
Marion Andert
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www.nf-farn.de


Berlin, 08.12.2021

Jugendverbände fordern Klima-Sofortprogramm von neuer Bundesregierung 

Zur Vereidigung der neuen Bundesregierung fordern junge Menschen Sofortmaßnahmen im Klimaschutz. 
 
„Wir nehmen Bundeskanzler Olaf Scholz, der sich im Wahlkampf als `Klimakanzler` plakatieren ließ, beim Wort. Wir erwarten, dass die von ihm geführte Ampel-Koalition grünes Licht für ein Klima-Sofortprogramm gibt. Es bedarf in den ersten einhundert Regierungstagen konsequente Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgase,“ so Wendelin Haag, Bundesleiter der Naturfreundejugend, der ebenso Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings ist. Der Bundesjugendring vertritt bundesweit rund sechs Millionen junge Menschen. 

In den Jugendverbänden, wie der Naturfreundejugend Deutschlands, organisieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eigenständig und selbstbestimmt. Sie sind die erste Generation, die von den Folgen der Klimakrise massiv betroffen ist und die letzte Generation, die noch die Bewohnbarkeit des Planeten erhalten und ein gutes Leben für alle Menschen schaffen kann. 

Ziel aller Maßnahmen zum Klimaschutz muss es sein, das 1,5 Grad-Limit des Paris-Abkommens einzuhalten. Der Bundesrepublik kommt dabei eine Vorreiterrolle zu. Die Transformation in eine klimaneutrale Republik kann nur sozial und ökologisch gelingen. Dazu braucht es die rasche Umsetzung der im Koalitionsvertrag beschriebenen Maßnahmen sowie deren Schärfung insbesondere im Verkehrsbereich und der umgehende Abbau aller klimaschädlichen Subventionen. 
 
„Als junge Menschen fordern wir unsere Grundrechte ein. Vertreter*innen der jungen Klimabewegung und Umweltverbände haben 2019 gemeinsam gegen das Klimagesetz der Bundesregierung geklagt. Im Mai 2021 stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass wir als junge Generation ein Recht auf ein gesundes Leben in einer intakten Umwelt haben. Das neue Kabinett hat nun einen Vertrauensvorschuss, verbunden mit klaren Erwartungen an eine progressive Klimapolitik,” erläutert Lukas Lindemann, der Jugendvertreter im Präsidium des Deutschen Naturschutzrings ist. 
 
 
Rückfragen bitte an: 
Naturfreundejugend Deutschlands 
Wendelin Haag 
030-29773270 oder 0176-94882277 
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Jugendliche entwickeln App zum klimafreundlichen Reisen   

Laut einer aktuellen Studie sind Touristen für acht Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich und tragen so entscheidend zum Klimawandel bei 1. Die Naturfreundejugend Deutschlands will jetzt zeigen, wie Reisespaß und Klimaschutz zusammengehen. Dafür entwickeln junge ehrenamtliche Jugendgruppenleiter gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft und anderen gemeinnützigen Organisationen eine Reise-App.  

Das Potential für Einsparungen bei den Emissionen ist groß. Jährlich verreisen laut dem Statistischen Bundesamt mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche mit gemeinnützigen Organisationen wie Kirchengemeinden, Sportvereinen und Jugendorganisationen2. Die App soll diesen Reiseanbietern helfen, ihre Reisen nachhaltiger zu gestalten und die jungen Teilnehmenden motivieren, auch in Zukunft umweltfreundlich zu reisen. 

Die geplante App soll dazu mehrere Funktionen vereinen. Ein integrierter Rechner kalkuliert die Emissionen, die für Anreise, Unterkunft, Verpflegung sowie einzelne Programmpunkte anfallen. Dazu gibt es passende Tipps für umweltfreundliche Alternativen. „Auf einer Reise stehe ich oft vor der Herausforderung, wie ich meine Gruppe klimafreundlich und trotzdem bezahlbar verpflegen kann. Meine Erfahrungen will ich jetzt in die App einfließen lassen und mit passenden Rezepten, Ideen zum gemeinsamen Kochen und Tipps für den Einkauf andere unterstützen“ sagt Sina, Jugendleiterin bei der Naturfreundejugend. 

Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Es umfasst neben der App-Entwicklung umfangreiche Schulungsangebote und Aktionstage zum nachhaltigen Reisen für Kinder- und Jugendliche in ganz Deutschland. Der parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums, Florian Pronold (MdB), übergab der Naturfreundejugend Deutschlands hierzu heute einen symbolischen Förderscheck. 

Die Naturfreundejugend Deutschlands ist der eigenständige Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands und wurde im Jahr 1926 aus der Arbeiterbewegung heraus gegründet. Die Naturfreundejugend beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Gerechtigkeit, setzt sich für Kinderrechte ein und kämpft für eine nachhaltige Gesellschaft. Dabei stehen Demokratie und Mitbestimmung im Vordergrund ihrer Bildungsarbeit. Der Verband ermöglicht jedes Jahr zahlreiche Kinder- und Jugendfreizeiten und Reisen in viele europäische Länder und organisiert regelmäßig internationale Jugendbegegnungen. Ein breites Sportangebot ergänzt die Aktivitäten des gemeinnützigen Verbands. Die Naturfreundejugend Deutschlands ist bundesweit in Landesverbänden und vielen Ortsgruppen organisiert. Viele der Veranstaltungen finden in den rund 400 deutschen Naturfreundehäusern statt. 

1 Studie "The carbon footprint of global tourism", veröffentlicht am 07 May 2018 im Fachmagazin Nature Climate Change (www.nature.com/articles/s41558-018-0141-x

2 Vgl. Statistisches Bundesamt (2009), Teilnahmen an Maßnahmen der Jugendarbeit in Deutschland 

Pressekontakt 

Lina Mombauer, Naturfreundejugend Deutschlands 
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Copyright „BMU/ Christoph Wehrer“
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Copyright "Naturfreundejugend Deutschlands"


Petersberger Klimadialog: Junge Klimabewegung kritisiert die Ankündigungen der Kanzlerin scharf

Pressemitteilung, 06.05.2021

Angela Merkel sprach heute im Rahmen des 12. Petersberger Klimadialogs (PCD) zur internationalen Staatengemeinschaft. Die Erwartungen der deutschen Jugend waren hoch, denn der Klimadialog stellt den Startschuss auf dem Weg zur 26. Klimakonferenz (COP26) im Herbst 2021 dar. Die Ankündigungen der Kanzlerin blieben insgesamt jedoch hinter den Forderungen der Jugend zurück. Bereits im Vorfeld appellierte ein Bündnis bestehend aus BUNDjugend, Fridays for Future, Katholische Landjugendbewegung, Klimadelegation e.V., Naturschutzjugend, Naturfreundejugend Deutschlands und WWF Jugend in einem Brief an die Kanzlerin. 

Insbesondere bemängeln wir, dass von Kanzlerin Merkel keine Erhöhung der deutschen Klimafinanzierung aus öffentlichen Mitteln angekündigt wurde. Das ist eine verpasste Chance für globale Klimagerechtigkeit!”, kritisiert Pia Jorks, Klimapolitische Leitung Klimadelegation e.V. Gefordert hatte das Bündnis 8 Mrd. Euro aus öffentlichen Geldern des Bundes, um der globalen und historischen Verantwortung gerecht zu werden, 50% davon sollten für die Anpassung an Klimafolgen verwendet werden. 

Wir bedauern es sehr, dass die Kanzlerin einen Schuldenerlass für Länder des Globalen Südens nicht ins Spiel gebracht hat. Das zeugt von mangelnder Solidarität und verringert Vertrauen”, Luisa Sandkühler, WWF Jugend. 

Die angekündigte Erhöhung des Ziels zur Emissionsreduktion von 65% bis 2030 gegenüber 1990 ist nicht ambitioniert genug, um die 1,5°C Grenze der Erderhitzung einzuhalten. Das Jugendbündnis forderte basierend auf Berechnungen des Wuppertal Instituts eine Reduktion von 85% bis 2030 gegenüber 1990, um die Klimaziele zu erreichen. “Die Bundesregierung wird durch das Bundesverfassungsgericht in die Pflicht genommen, Generationengerechtigkeit als entscheidenden Faktor für ihre Politiken zu berücksichtigen. Dafür sind die heutigen Ankündigungen absolut nicht ausreichend”, Daniela Ordorwski, Bundesvorstand Katholische Landjugendbewegung.

Das Jugendbündnis kritisiert weiterhin, dass keine nationalen Investitionen in grüne Konjunkturpakete angekündigt wurden. Deutschland bleibt damit hinter den ambitionierten Ankündigungen von beispielsweise US-Präsident Biden zurück. “Grüne Investitionen in und nach der Pandemie sind vor allem für unsere und zukünftige Generationen zentral, um eine klimaneutrale Wirtschaft auf den Weg zu bringen, die Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen und nachhaltige Jobs zu schaffen”, Luca Samlidis, Fridays for Future Bonn. 

Insgesamt wurden die Forderungen der Jugend missachtet. “Wenn es auf der COP so weitergeht wird das, Vertrauen in die internationalen Prozesse massiv geschwächt und die Einhaltung der 1,5°C Grenze rückt in weite Ferne”, Jannis Gustke, Naturfreundejugend Deutschlands. 

Bis morgen Nachmittag dauern die Gespräche auf Minister*innenebene an, auch diese verfolgt das Jugendbündnis weiter gespannt. Besonders wichtig sei hierbei unter anderem die Einhaltung der Menschenrechte, der Schutz der Umweltintegrität und die Förderung Nachhaltiger Entwicklung. 

Für Einschätzungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Pressekontakt:
Pia Jorks, Klimapolitische Leitung Klimadelegation e.V.
+49 15737009750
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NaturSchutzRaum – Rechtsextremismusprävention im ländlichen Raum

Berlin, 9. Juni 2020 – Extrem rechte Akteur*innen und Gruppierungen versuchen verstärkt, den ländlichen Raum zu besiedeln. Über ihr Engagement in Vereinen und Erziehungseinrichtungen wollen sie – insbesondere auch im Kontext des Natur- und Umweltschutzes – eine Diskursverschiebung nach rechts erreichen. Begünstigt wird diese Entwicklung durch den Rückgang der Bevölkerung in den ländlichen Räumen sowie die sukzessive Vernachlässigung öffentlicher Infrastrukturen in diesen Regionen. Das von der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) initiierte Projekt NaturSchutzRaum will der strategischen rechten Landnahme durch Bildung und Prävention ein wirksames Mittel entgegensetzen.

NaturSchutzRaum will rechtsextrem gefährdete Jugendliche und junge Erwachsene in ländlichen Räumen über die Natur- und Umweltschutzverbände erreichen. Zur Umsetzung dieses Ziels schafft FARN folgende Angebote, die es ermöglichen, die Gefahren zur Radikalisierung zu erkennen und ihnen präventiv entgegenzuwirken:

  • Multiplikator*innenschulungen, die die Absolvent*innen befähigen, bei ihrer Arbeit vor Ort aufklärend zu agieren und mögliche Radikalisierungstendenzen zu beurteilen
  • ein Online-Seminar für Studierende der „Grünen Berufe“, das diese in die Lage versetzt, mögliche Anknüpfungspunkte völkischer und menschenverachtender Ideologien in ihrem zukünftigen Berufsfeld zu identifizieren
  • Vorträge und Workshops für einen Einstieg in das Thema und zur Sensibilisierung für die Gefahren durch die Aktivitäten rassistischer, völkischer und nationalistischer Akteur*innen im Natur- und Umweltschutz

Mehr Informationen unter www.nf-farn.de/naturschutzraum

FARN wurde im Oktober 2017 von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet. Das Projekt NaturSchutzRaum wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


Vergangene Pressemitteilungen

Gemeinsame Presseerklärung: Großdemonstrationen “Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus” Berlin, 16. Mai 2019

Großdemonstration am 19. Mai: „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!“

Pressespiegel

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