Die Naturfreundejugend auf der COP 25

Ende letzten Jahres fand die COP 25 in Madrid statt. Wir waren mit fünf jungen Naturfreund*innen vor Ort. Doch was ist eigentlich die COP und was macht man dort als junger Naturfreund?

COP steht für Conference of the Parties und ist die jährliche Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Hier kommen Politiker*innen aus aller Welt zusammen, um über die Klimakrise zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten. Doch auch die Zivilgesellschaft ist eingeladen sich einzubringen. Hierzu zählen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Wissenschaftler*innen oder Aktivist*innen. So durften also auch wir mit dabei sein.

Doch was haben wir vor Ort eigentlich gemacht? Sehr viel! Unser Fokus lag dieses Jahr auf der Zusammenarbeit und Vernetzung mit Jugendlichen aus Deutschland und der EU. Gemeinsam wollten wir stärker auftreten und mehr Jugendbeteiligung sowie eine Erhöhung der Nationalen Klimaziele, die in Europa von der EU verhandelt werden, erreichen. Also den Druck erhöhen und zeigen, dass uns Klimaschutz wichtig ist und endlich mal gehandelt werden muss!

Zusammen mit den anderen Aktiven aus Deutschland, die größtenteils aus der Naturschutzjugend, der Klimadelegation, der Katholischen Landjugendbewegung, Fridays for Future und der Naturfreundejugend kamen, haben wir uns dafür dreimal für je eine Stunde mit der offiziellen Deutschen Delegation getroffen. Sie gaben uns ein Update aus den aktuellen Verhandlungen und anschließend konnten wir unsere Anliegen vorbringen und Fragen stellen.

Im Zusammenschluss von Jugendlichen aus der EU gab es zudem mehrere Arbeitsgruppen, die zu den Themen Nationale Klimaziele, Jugendbeteiligung und Transport offene Briefe an die EU Kommission formulierten. Wir arbeiteten in der Arbeitsgruppe Nationale Klimaziele mit und veranstalteten in der zweiten Woche auch eine öffentlichkeitswirksame Aktion zu dem Thema. Die Aktion war eine Kombination aus Demo und Schauspiel – eine sehr spaßige Abwechslung zum sonstigen Zuhören und Diskutieren auf der Konferenz. Unseren offenen Brief an die EU-Kommission könnt ihr hier lesen:

Brief an die EU Kommission

Weiterhin wichtig war uns das Thema Menschen mit Behinderungen. Jannis Gustke aus unserer Bundesleitung arbeitete deshalb gemeinsam mit anderen in einer von ihm gegründeten internationalen Arbeitsgruppe daran, mehr Barrierefreiheit und mehr Beteiligung von Behinderten an der Konferenz und in der Diskussion zu Klimaschutz im Allgemeinen zu schaffen.

Für mich persönlich war die COP ein unvergleichliches Erlebnis. Und das, obwohl ich jeden Tag 10 bis 12 Stunden unterwegs war, sehr viel gelaufen bin und lange gesessen habe und abends nur noch ins Bett fallen wollte, doch noch einiges für den nächsten Tag vorbereiten musste. Leider war der Ausgang der Verhandlungen niederschmetternd, doch ich habe noch nie so viele junge Menschen aus so vielen Ländern getroffen, die so reich an Wissen waren und so viel Willen hatten, etwas zu verändern. Ich war echt beeindruckt, was manche schon alles erreicht und auf die Beine gestellt haben. Das hat mir wieder Hoffnung gegeben. Hoffnung, dass wir jungen Leute die Gesellschaft zum Umdenken bewegen können und auch die Politik auf der ganzen Welt anfängt, gerechtfertigt zu handeln.

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