Nachhaltig vernetzt?

Was haben Digitalisierung und Nachhaltigkeit mit dem eigenen Leben und Alltag zu tun? Wir haben uns ein Wochenende mit diesen Fragen beschäftigt und digitale, persönliche Storys dazu entwickelt. Ein Erfahrungsbericht.

Zwei Minuten Stille, nur den Geräuschen des Waldes zuhören, dem Geraschel der Blätter, dem leisen Gesang der Vögel. Ich zwinge mich selbst zur absoluten Ruhe. Die Aufnahme läuft und soll durch kein menschliches Geräusch gestört werden. Eine Herausforderung, denn ein paar Meter entfernt springt Aaron freudig durch den Wald und nimmt Szenen auf, die seine persönliche Geschichte erzählen.

Es scheint zunächst einmal nicht einfach, die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit mit seinem eigenen Leben und Alltag in Verbindung zu bringen. Auf den ersten Blick zu riesig und zu abstrakt. Man denkt vielleicht an Arbeit 4.0, Automatisierung, künstliche Intelligenzen, Server, die irgendwo in Kalifornien einen Berg an Energie schlucken, aber was hat das alles konkret mit mir zu tun?

Über die vielen Gespräche und Diskussionen und auch über die stillen Zeiten des Nachdenkens gewann ich einiges an Klarheit und Greifbarkeit an diesem Wochenende. Mir wurde deutlich, wie sehr beide Themen schon jetzt eine zentrale Rolle in unserem Leben spielen, nur ist es einem nicht immer so offensichtlich bewusst.,

Wie sähe unser Leben ohne digitale Tools aus, wie ohne Smartphone, ohne ständigen Zugang in die unbegrenzten Möglichkeiten des Internets? Würden wir etwas vermissen oder würde es unser Leben bereichern, mehr Zeit in der digitalen Abstinenz zu verbringen? Wir stellten schnell fest, dass Digitalisierungsprozesse nicht von Ressourcenfragen zu trennen sind. Vielleicht denken wir zu selten darüber nach, woraus unsere Geräte bestehen und wie sie hergestellt werden. Andererseits diskutierten wir auch Möglichkeiten der digitalen Vernetzung, um Ressourcen und Energie zu sparen, zu teilen, statt zu besitzen.

Mit all diesen Ideen und Fragen in den Köpfen war es nun an der Zeit, den schwierigen, aber auch interessanten Schritt in die Selbstreflexion zu tun. Welches Erlebnis und welche Gedanken verbinde ich mit diesen Themen? Was ist mir persönlich wichtig und was möchte ich teilen? Als Ergebnis sollte eine „Digital Story“, also ein kleiner persönlicher Kurzfilm, entstehen.

Manche von uns waren noch bis tief in die Nacht damit beschäftigt, an ihrem Film zu feilen, zu schneiden, zu drehen, Aufnahmen zu machen und ihm den letzten Schliff zu geben. Alle Geschichten sind auf ihre Art sehr persönlich. Sie erzählen aus dem Kleinen heraus etwas über das große Ganze. Über die individuellen Erlebnisse und Gedanken etwas über den gesamten Transformationsprozess, in dem sich unsere Gesellschaft befindet. Über die vielen einzelnen Aspekte wird das Abstrakte Stück für Stück entschlüsselt und erkennbar gemacht. Das ist vielleicht die größte Erkenntnis, die ich aus dem Wochenende und dem Konzept des Digital Story Tellings mitnehme.

Alle Videos findest du unter www.naturfreundejugend.de/themen/transformation/-/29/smarter_wandel/

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