Tach ALWO und Kelé Gabriele!

Weberei Dakar, Lina Mombauer/Naturfreundejugend Deutschlands

Regionales Handwerk verschwindet mehr und mehr aus unserem Alltag. In Deutschland und im Senegal haben wir uns dennoch kleine Betriebe angeschaut. Sind sie relevant für einen nachhaltigen Konsum? Oder steht nur die Bewahrung eines alten Handwerks im Fokus?

ALWO“ in Hannover ist ein regionales Familienunternehmen. Hier entwirft Udo Wolters Schuhe und stellt mit nur wenigen Maschinen „Miniserien“, also Serien mit kleinen Stückzahlen, her. Seit der Gründung vor 90 Jahren will das Unternehmen Schuhe herstellen, die lange haltbar sind und sich gut tragen lassen. Für eine möglichst umweltschonende Produktion nutzt der Betrieb mehrfach verwertbare, faltbare Schuhkartons, arbeitet nur mit Zulieferern aus Deutschland und nahen EU-Ländern und verzichtet auf lösemittelhaltige Produkte. www.alwo-schuh.de

Der Weber Gabriele in Dakar gehört zu den Webern der Mandigos. Die Mandigos sind ein ehemaliges Wandervolk aus Guinea-Bissau, die es dadurch oft schwer haben, im Senegal eine Arbeit zu finden. In der Weberei können sie jedoch ihren traditionellen Beruf ausüben und beeinflussen damit auch den Kleidungsstil der Menschen im Senegal. Abgesehen von den phantasievollen, künstlerischen Mustern sind die Stoffe vor allem wegen ihrer Haltbarkeit bei den Kund*innen beliebt.

Beeindruckend schnell saust das „Schiffchen“ des Webers im Webstuhl durch die gespannten Baumwollfäden. Zur Hand geht ihm ein Helfer mit einem Trennholz, der darauf achtet, dass die Fäden sich nicht verknoten und das wunderschöne Muster eingehalten wird. Doch so einfach wie es aussieht, ist es leider nicht. Als sich Einige von uns an der Webarbeit probierten, mussten sie feststellen, dass die scheinbar leichte Arbeit ziemlich viel Kraft und Konzentration benötigt.

Weberei Dakar
Weberei Dakar, Lina Mombauer/Naturfreundejugend Deutschlands

Zurück zu unserer Frage vom Anfang. Wir sind uns einig, dass regionale Unternehmen wichtig sind für nachhaltigen Konsum - egal ob im Senegal oder in Deutschland. Denn sie stellen einen wichtigen Gegenpol zur globalen Massenproduktion dar, deren Arbeitsbedingungen schrecklich sind und die mit ihren schnell vergänglichen Moden und kurzlebigen Produkten viel Müll produzieren.

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