Leben nach SDG 12

Janinka Lutze/Naturfreundejugend Deutschlands

Bei unserem deutsch-senegalesischen Austausch haben wir voll auf nachhaltigen Konsum gesetzt. Im Naturfreundehaus Brombacher Hütte haben wir uns selbst versorgt, kaum Strom genutzt und unseren alltäglichen Luxus ein paar Tage vergessen.

Die Hütte ist ca. 40 km nördlich von Frankfurt am Main gelegen. Zum Heizen gibt es dort nur zwei Holzöfen, das Leitungswasser kommt aus dem naheliegenden Bach und die Toiletten müssen mit Gießkannen gespült werden. Der Strom von Solarpanelen reicht gerade für die Beleuchtung der Zimmer. Warme Duschen waren ein Luxus, auf den wir zum Glück nicht verzichten mussten, allerdings waren die Schlafzimmer nicht direkt beheizt, so dass man sich für die Nacht mit genug Decken ausrüsten musste. Gegessen haben wir nur Bio-Lebensmittel.

Gruppe_Bus
Janinka Lutze/Naturfreundejugend Deutschlands


Es war ein einmaliges Erlebnis so naturnah mit Menschen aus einer komplett anderen Kultur zu leben. Besonders hängen geblieben ist mir eine Konversation am Lagerfeuer: Einer der Betreuer aus dem Senegal erzählte uns aus seiner Kindheit und von seinem Vater, der im Gegensatz zu den Anwesenden Senegales*innen noch in einem Dorf ohne jeglichen Luxus aufgewachsen ist. Sein Vater predigte wohl bei jedem Lagerfeuer, dass es für das leibliche Wohl essentiell sei, auch mal eine ganze Nacht nur vor einem Feuer zu sitzen und meditativ hineinzuschauen. Zeit für sich und Momente der Ruhe braucht jeder ab und zu. Für einen Moment hat sich jede*r diese Anekdote zu Herzen genommen und still in das Feuer gestarrt. Kurz darauf liefen die Gespräche aber schon weiter und nach und nach verabschiedeten sich alle ins Bett.

Grill
Janinka Lutze/Naturfreundejugend Deutschlands

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