Naturfreund*innen weltweit

Babacar (Naturfreundejugend im Senegal)

Vito (Naturfreundejugend im Senegal)

Elman (Naturfreundejugend in Aserbaidschan)

Aurora (Naturfreundejugend in Italien)

Was macht die Naturfreundejugend in anderen Ländern aus? An welchen Projekten arbeiten Naturfreund*innen weltweit? Was unterscheidet uns und was haben wir gemeinsam? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir Naturfreund*innen aus dem Senegal, aus Aserbaidschan und aus Italien interviewt.

Wofür steht ihr als junge Naturfreund*innen im Senegal?

Vito: Naturfreund zu werden, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich bin nützlich als Naturfreund, denn ich schütze die Natur und helfe der Menschheit. Das macht mich stolz.

Babacar: Mit den Naturfreunden machen wir viele gute Aktionen. An unserem Institut organisieren wir beispielsweise Sitzungen zur Sensibilisierung gegenüber der Umwelt oder Pflanz- und Pflegeaktionen. Darüber hinaus machen wir Ferienfreizeiten, bei denen wir den Kindern die Natur und deren Schutz näher bringen.

Was macht ihr bei den Naturfreunden konkret?

Vito: Ich mache zusammen mit anderen Aufforstungsprojekte, säubere die Wälder und organisiere Informationstage an meiner Hochschule.

Babacar: Seit Januar 2014 bin ich Mitglied der senegalesischen Naturfreunde und seit zwei Jahren leite ich die Gruppe an meiner Hochschule.

Erzählt uns kurz von einem aktuellen Projekt?

Babacar: Eines unserer Vorzeigeprojekte ist es, dass wir eine Müllhalde an unserem Institut in eine Grünfläche verwandelt haben. Geschafft haben wir das durch die Hilfe von vielen Studenten, die ein besseres Umfeld wollten. Die Grünflache heißt nun „grüner Platz der Naturfreunde“. Außerdem hat das Institut an diesem Punkt ein Denkmal mit meinem Namen darauf errichtet.

Gibt es ein Erlebnis oder eine Erfahrung aus dem Projekt, die ihr mit uns teilen möchtet?

Babacar: Die Erfahrungen aus diesem Projekt machten mir klar, dass die Menschen sich mehr mit ihrer Umwelt verbunden fühlen, wenn sie auch in einem sauberen und gut ausgestatteten Umfeld leben. Dadurch werden sie motiviert, diesen idealen Zustand zu erhalten. Wir haben einen Platz der Begegnung und des Austausches zwischen den Studenten geschaffen. Dank des daraus entstehenden sozialen Zusammenhalts werden sich noch mehr Studenten der Erhaltung des Platzes widmen.

Gibt es noch etwas, was ihr uns mit auf den Weg geben möchtet?

Babacar: Ich bitte alle Naturfreunde der Welt, die Bemühungen zum Schutz der Natur zu verdoppeln. Der Klimawandel schreitet immer noch voran und bedroht unseren geliebten Planeten.

Vito: Bleib standhaft, auch unter Druck. Lasst uns gemeinsam dem Pfad folgen, mit dem wir all die jungen Leute vereinen können. Denn in der Gemeinschaft liegt die Stärke.

Babacar und Vito, Naturfreunde Senegal


Wofür steht ihr als junge Naturfreund*innen in Aserbaidschan?

Elman: Wir wollen Menschen ermutigen Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Dafür arbeiten wir mit Vertreter*innen der Regierung, der Medien, Nichtregierungsorganisationen und Student*innen zusammen. Außerdem setzen wir uns für ökologischen Tourismus ein und wollen erreichen, dass ökologische Fortbewegungsmittel gefördert werden. Bei der Gründung 2008 hießen wir sogar mal „Green Bikers Club“.

Was machst du bei den Naturfreunden konkret?

Elman: Nachdem ich als ehrenamtlicher Helfer angefangen habe wurde ich 2013 Vorstandsmitglied und habe Projekte mit Fokus auf Bergsteigen, Umweltbildung, Fahrradfahren und Ökotourismus geleitet. Jetzt bin ich hauptamtlich tätig und arbeite vor allem als Tour Guide und bei Projekten zum Ökotourismus.

Erzähl uns kurz von einem aktuellen Projekt?

Elman: Da wäre unsere Kampagne “Green Season”. Junge Leute organisieren eine Reihe von Events zum Umweltschutz und zu Umweltbewusstsein. Innerhalb von 3 Monaten gibt es eine Vielzahl von Trainings und Aktionen. Die finden nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch draußen beim Wandern, beim Spielen oder beim Fahrradfahren statt.

Gibt es ein Erlebnis oder eine Erfahrung aus dem Projekt, die du mit uns teilen möchtest?

Elman: Wir veranstalten „Green Season“ schon seit 2010 jedes Jahr. Die Ergebnisse wurden in den Medien verbreitet und natürlich über die Teilnehmer*innen weitergetragen. Das ist toll, weil wir dadurch noch mehr Menschen für Umweltschutz erreichen können.

Gibt es noch etwas, dass du uns mit auf den Weg geben möchtest?

Elman: In der Kampagne organisieren wir auch eine Konferenz, zu der wir auch euch während eines Besuches bei uns einladen wollen.

Elman, Naturfreunde Aserbaidschan


Wofür steht ihr als junge Naturfreund*innen in Italien?

Aurora: Wir stehen für junge Menschen die nicht anders können als jeden freien Moment in der Natur zu verbringen.

Was machst du bei der Naturfreundejugend konkret?

Aurora: Ich bin einer der Gruppenkoordinatoren. Ich organisiere mit anderen einige unserer Aktivitäten und Veranstaltungen. Zum Beispiel unser landesweites Treffen, das jedes Jahr im September stattfindet.

Erzähl uns kurz von einem aktuellen Projekt?

Aurora: Aktuell organisieren wir eine Sieben-Tage-Wanderung von Bologna nach Florenz, zwei der schönsten Städte Italiens. Die Wanderung findet im Mai statt und viele junge Naturfreund*innen werden dabei sein. Ich hoffe, es wird so magisch, wie ich es mir vorstelle.

Gibt es ein Erlebnis oder eine Erfahrung aus dem Projekt, die du mit uns teilen möchtest?

Aurora: Noch nicht. Aber ich habe viele Erfahrungen in der gemeinschaftlichen Arbeit im Team gesammelt und konnte sowohl meine Stärken als auch meine Grenzen erkunden.

Gibt es noch etwas, was du uns mit auf den Weg geben möchtest?

Aurora: Wir würden uns freuen, euch bei einem unserer Projekte willkommen zu heißen!

Aurora, Naturfreundejugend Italien

[aus: ke:onda, Ausgabe 1/2017 "Reisen für alle"]

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