Der verantwortungsvolle Konsument

Umsonstladen Systemfehler in Berlin

Klein-Fischerei in Dakar

Gemeinschaftsgarten in Hannover

Original-Unverpackt-Laden in Berlin

Upcycling in Dakar

Ökologischer Gemüseanbau bei Dakar und Louga

Schuhladen in Hannover

Naturfreundehaus Brombacher Hütte in der Natur

Seit Jahrzehnten sind wir uns der Auswirkungen unseres Konsums sowohl auf den Planeten, als auch auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Gesundheit zunehmend bewusst. Dennoch gehören Produktion und Konsum von Gütern und Dienstleistungen weiterhin zu den Hauptursachen für Umweltzerstörung und Klimawandel.

Wir erschöpfen auf der einen Seite unsere natürlichen Ressourcen und häufen auf der anderen Seite massiv Abfälle und Abgase an. Was wir brauchen sind Veränderungen, ohne unsere Lebensqualität zu beeinträchtigen. Wir müssen nachhaltiger konsumieren. Nachhaltiger Konsum bedeutet, sozial und ökologisch Waren und Dienstleistungen zu nutzen sowie Alternativen auszuprobieren. Persönliche und kollektive Bedürfnisse werden erfüllt. Der Konsum ist sowohl umweltfreundlich, wirtschaftlich (vor allem lokal), gut für die Gesundheit als auch positiv für die Gesellschaft. Er basiert auf den drei Dimensionen besser einkaufen (z.B. weniger und umweltfreundliche Produkte), besser verbrauchen (z.B. weniger Abfall, Sparsamkeit) und besser entsorgen (z.B. Recycling, Wiederverwendung). Ein Beispiel: Wenn es um Lebensmittel geht, wird ein “verantwortungsbewusster Konsument” versuchen, Lebensmittelabfälle so weit wie möglich zu vermeiden, ökologische Produkte zu wählen und solche, die nur kurze Transportwege haben.

von Fatou Diouf und Ndeye Khady Diame


Was hat das mit mir zu tun?

Wir konsumieren - also sind wir. Ganz oft geht es uns nur ums „Haben wollen!“ - denn Besitz allein macht glücklich?! Oder etwa doch nicht?

Wir haben verschiedene Initiativen in Deutschland und im Senegal besucht, die sich für nachhaltigen Konsum einsetzen. Diese kleinen Schritte für den Alltag haben wir dabei entdeckt, die einen großen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten können und dir vielleicht sogar helfen, ein kleines Stück glücklicher und selbstzufriedener zu werden.

1. Schau, was du isst

Woher kommen deine Lebensmittel? Ist dein Fleisch aus Massentierhaltung oder dein Kaffee aus unökologischen Plantagen aus Übersee? Einfach manchmal etwas weniger oder andere Produkte konsum- ieren, dann kannst du die auch umso mehr genießen.

2. Teilen ist mehr

Du benutzt etwas nicht mehr? Du brauchst etwas? Dann kaufe es nicht neu, sondern gebraucht oder frage Freunde. Social Media Gruppen helfen beim Suchen und Verschenken. Eine „Give Box“ ist ebenfalls eine gute Idee.

3. Regional statt global

Den Händler um die Ecke zu unterstützen und dabei noch ein nettes Gespräch führen, ist für dich und deine Region besser, als die großen Supermärkte und Global Player auf deiner Einkaufsliste zu haben.

4. Vermeide Müll

Nimm Stoffbeutel oder eigene Behälter zum Einkauf mit, dann musst du zuhause auch weniger oft zum Mülleimer rennen und die Natur bleibt sauber.

5. Dinge kreativ nutzen

Plastiktüten, Flaschen oder Gläser können mehrmals genutzt werden oder eine neue Verwendung finden. Benutzte kleine Gläser werden zu Gewürzbehältern und (Konserven-)Dosen zu Blumentöpfen. Durch Upcycling entstehen Portemonnaies oder Kunstwerke.

6. Konsumiere bewusst

Klar darfst du dir schöne Dinge kaufen, aber frag dich doch einfach jedes Mal: brauch ich das wirklich? Oder kauf dir eher Dinge, die langlebiger sind, damit du länger Freude an ihnen hast.

7. Energie sparen

Beim (Wasser-)Kochen den Deckel auf dem Topf lassen, Wasser nicht laufen lassen und das Licht ausschalten, wenn es nicht gebraucht wird. Du benutzt deinen Computer oder das Handy nicht? Dann raus mit dem Stecker.

von Miriam Wolters

[aus: ke:onda, Ausgabe 1/2018 "Wir kaufen euch nicht alles ab"]

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