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Ehrenamt stärken, Engagement fördern.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) haben am Mittwoch zum 9. Mal den Heinz-Westphal-Preis verliehen. Ausgezeichnet wurden sechs Projekte junger Menschen. Damit wird das herausragende Engagement von Jugendverbänden, Jugendorganisationen und -gruppen gewürdigt.

„Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie alle, die sich beworben haben, sind die besten Beispiele für eine Jugend, die sich engagiert, sich für andere Menschen und für unsere Demokratie einsetzt “, sagte Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Junge Menschen haben eine Meinung und bringen Vorschläge ein, was man anders machen könnte. Sie setzen sich für Vielfalt, Zusammenhalt und Toleranz ein. Die Preisverleihung rückt zu Recht ihr freiwilliges Engagement ins Rampenlicht.“

Der DBJR-Vorsitzende Stephan Groschwitz lobte die Bandbreite der ausgezeichneten Projekte: „Wir sind auch dieses Jahr wieder begeistert vom selbstbestimmten Engagement junger Menschen. Jugendliche zeigen keine Berührungsängste, packen brennende Themen an und sind mutige Vorbilder für eine demokratische Gesellschaft.“ Die sechs prämierten Projekte widmen sich so unterschiedlichen Themen wie dem Engagement für Geflüchtete, dem kreativen Aufruf zur Teilnahme an der Europawahl, sexueller Vielfalt oder der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Alle fünf Preiskategorien sowie der Sonderpreis der Stiftung „Jugend macht Demokratie“ sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Den Preis in der Kategorie „Gesellschaftliche Teilhabe“ erhielt die Gehörlosenjugend. In ihrem Jugend-Sommer-Camp erleben gehörlose und gehörbeeinträchtigte junge Menschen, sich neu zu entdecken und Zusammenhalt zu erfahren, sowie Selbstbewusstsein, Selbstorganisation und Selbstbestimmung zu entwickeln. Der Preis in der Kategorie „Vielfalt“ ging an das Projekt „queerblick.tv“. Die jungen Filmemacher unterstützen Selbstakzeptanz und Selbstbewusstsein von schwulen, lesbischen, bisexuellen und transsexuellen Jugendlichen mithilfe von Youtube-Videos.

Mit dem Preis in der Kategorie „Digitale Medien“ wurde die Naturfreundejugend Deutschlands für ihr Projekt „Capture your life“ ausgezeichnet. Mit Hilfe der Methode des Digital Storytelling wurden deutschlandweit kurze Filme produziert, in denen persönliche Erfahrungen zu Ausgrenzung, Diskriminierung, psychischen oder körperlichen Einschränkungen sichtbar wurden.

Das crossmediale Reportageprojekt „Beyond the Curtain – 25 Years of Open Borders“ von Jungjournalisten aus Berlin, Bratislava, Budapest, Krakau und Wien zeigt eine junge gesamteuropäische Sicht auf wichtige gesellschaftliche Themen. Es erhielt den Preis in der Kategorie „Internationale/europäische Zusammenarbeit“.

Als wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der viele Menschen Zuflucht in Deutschland suchen wird das Projekt „Willkommen in Troisdorf“ honoriert. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 an der Europaschule Troisdorf, unterstützen junge Flüchtlinge mit Freizeitangeboten und Sprachkursen aktiv und heißen sie willkommen.

Den Sonderpreis der Stiftung "Jugend macht Demokratie" erhält das Projekt "Sei kein Schaf, geh wählen", durchgeführt von der Evangelischen Jugend Frömern, das für eine Teilnahme an Kommunal- und Europawahlen wirbt.
Die Laudationes auf die Projekte hielten Hetav Tek, stellv. Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings, Gudrun Fertig, Verlegerin des Magazins „Siegessäule“, Tanja Häusler, re:publica-Mitgründerin, Marie-Caroline Chlebosch, NDR-Journalistin, Detlef Raabe, Stiftung "Jugend macht Demokratie" sowie Jennifer Weist und Christoph Deckert, Mitglieder der Band „Jennifer Rostock“.

Der Heinz-Westphal-Preis ist nach dem Mitbegründer des Deutschen Bundesjugendrings benannt und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Mit dem Preis werden kreative Aktivitäten und Aktionen ausgezeichnet, die das ehrenamtliche Engagement junger Menschen ermöglichen, stärken oder Jugendliche zu freiwilliger Arbeit motivieren.

Weitere Informationen zum Preis und den Preisträgern unter:
www.heinz-westphal-preis.de.