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Anna-Lena

Jugendkonferenz in Berlin: Vier Tage im Zeichen der Energiewende

Eine Stromversorgung vollständig aus Erneuerbaren Energien, das ist die Vision, die rund 80 Jugendliche auf der U-turn Jugendkonferenz einte. Sie waren aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin gekommen, um darüber zu diskutieren, wie die Energiewende gelingen kann - ohne teure Strompreise und zerstörte Landschaften.

„Ich will für meine zukünftigen Kinder eine Welt ohne Atom- und Kohlekraftwerke. Deshalb engagiere ich mich für die Energiewende“, erklärt die 17-jährige Anna-Lena aus Hannover ihre Motivation. Sie hat mit 15 anderen jungen Menschen die U-turn Jugendkonferenz in ihrer Freizeit vorbereitet. Viele von ihnen sind in Jugendverbänden wie der Naturfreundejugend, der Naturschutzjugend, der BUNDjugend oder der Katholischen Landjugendbewegung aktiv. Andere schlossen sich ihnen an, weil ihnen das Thema wichtig ist und sie ihrer Generation eine Stimme geben wollen.

Für die Jugendkonferenz am ersten Novemberwochenende hatten die Jugendlichen die idyllisch am See gelegene Teikyo Universität in Berlin-Schmöckwitz ausgewählt. Sie konnten die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Prof. Beate Jessel und mehrere Bundestags- und Landtagsabgeordnete als Gesprächspartner*innen für ihre Anliegen gewinnen.

Energiewende sauber durchdacht

Doch vor der Diskussion mit Politiker*innen stand erst einmal die intensive Auseinandersetzung mit der Energiewende in acht Workshops. Die Themenpalette reichte von der Naturverträglichkeit über soziale Aspekte der Energiewende bis hin zu Fragen der Kommunikation von Bauprojekten. Unter dem Motto „Energiewende sauber durchdacht“ machten sich die Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen, auch kritischen Positionen vertraut. Sie suchten nach Wegen, wie der Ausbau der Erneuerbaren trotz bestehender Konflikte voran gebracht werden kann.

Die 20-jährige Carolin aus München nahm viele neue Einblicke aus ihrem Workshop mit: „Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, Windräder in Nutzwäldern zu bauen, was ich vorher gar nicht gedacht hätte“, berichtete sie begeistert. „Auch wie Fledermäuse von Windrädern betroffen sind, war mir vorher gar nicht klar.“

Neben der fachlichen Auseinandersetzung ließ die Jugendkonferenz viel Raum für Austausch über Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen und kreative Ideen. Fenja (21) will zuhause in Frankfurt andere Jugendliche anstiften, sich ebenfalls aktiv an der Politik zu beteiligen: „Der Workshop Jugendbeteiligung hat mich total motiviert, bei guten Projekten aktiv dabei zu bleiben!“

Möglichkeiten, sich zu engagieren gibt es viele, wie der Markt der Möglichkeiten auf der Jugendkonferenz zeigte. An den Infoständen der Verbände, Initiativen, Ökostromanbieter und Hochschulen konnten sich die Teilnehmer*innen inspirieren lassen, wie sie ihren Lebensstil nachhaltiger gestalten oder eine Ausbildung im Bereich der Erneuerbaren Energien angehen können.

Diskussion mit Politiker*innen

Mit Aufregung erwartet stand am Ende der Jugendkonferenz die öffentliche Diskussion mit der Politik. Der Umweltpolitische Sprecher der SPD Matthias Miersch und die Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Eva Bulling-Schröter (Die Linke) setzten sich mit den Forderungen und Ideen der Jugendlichen auseinander. Der Austausch war sehr konstruktiv und anregend. Die Politiker*innen zeigten sich beeindruckt davon, mit wie viel Visionen, Elan und Ernsthaftigkeit junge Menschen sich an der Umsetzung der Energiewende beteiligen wollen.

Nach vier Tagen mit vielen Inputs, guten Gesprächen, neuen Freundschaften und wenig Schlaf ging die U-turn Jugendkonferenz zu Ende. Max (23) aus Karlsruhe will sich wie viele der Teilnehmer*innen auf jeden Fall weiter engagieren: „Die deutsche Jugend braucht unbedingt eine Stimme im energiepolitischen Diskurs!“, findet er. „Und hier waren unglaublich coole Leute versammelt, die sich auch in Zukunft einmischen werden.“

Die U-turn Jugendkonferenz wurde vom Umweltbundesamt gefördert.


Jugendbündnis Zukunftsenergie

Das Jugendbündnis Zukunftsenergie (JBZE) ist ein bundesweites offenes Netzwerk für Jugendliche zwischen 17 und 26 Jahren aus ganz Deutschland. Bereits seit zehn Jahren tritt es für eine hundertprozentige Versorgung aus Erneuerbaren Energien ein und setzt sich auch intensiv mit der nationalen und internationalen Klimapolitik auseinander. Getragen wird das Bündnis von den Verbänden der BUNDjugend, der Naturfreundejugend Deutschlands, der Naturschutzjugend und der Katholischen Landjugendbewegung.
www.zukunftsenergie.org


Naturfreundejugend Deutschlands

Veranstalter der U-turn Jugendkonferenz war die Naturfreundejugend Deutschlands, der eigenständige Kinder- und Jugendverband der NaturFreunde Deutschlands. Sie ist in 16 Landesverbänden und vielen Ortsgruppen organisiert. Die Naturfreundejugend Deutschlands setzt sich für Solidarität der Menschen untereinander im Einklang mit der Natur sowie die Demokratisierung aller Lebensbereiche ein.


Weitere Informationen bei:

Naturfreundejugend Deutschlands
Dana Marquardt
Bildungsreferentin für Umwelt und Nachhaltigkeit
Warschauer Straße 59a
10243 Berlin
Telefon: 0 30 / 29 77 32 74
Fax: 0 30 / 29 77 32 80
eMail: 3dx3ax3nx3ax3Øx3nx3ax3tx3ux3rx3fx3rx3ex3ux3nx3dx3ex3jx3ux3gx3ex3nx3dx3.x3dx3ex

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Schlagworte: Klimaschutz, Jugendbeteiligung, Jugendpolitik