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Jugendliche wollen mehr als Fun-Reisen

Berlin, 12.04.13 - Bundeskonferenz der Naturfreundejugend Deutschlands in Schriesheim diskutiert über die Zukunft von nicht-kommerziellen Kinder- und Jugendreisen.

Vom 12. bis zum 14. April 2013 findet im Naturfreundehaus Kohlhof in Schriesheim die zwei-jährliche Bundeskonferenz der Naturfreundejugend Deutschlands statt. Die ca. 70 Delegierten vertreten die 35.000 Mitglieder des bundesweit aktiven Jugendverbandes. Die Naturfreundejugend Deutschlands wurde 1926 aus der ArbeiterInnenbewegung heraus gegründet und stellt bis heute einen der großen Jugendverbände Deutschlands dar.


Neben der Wahl des ehrenamtlich geführten Vorstandes, der Bundesleitung, stehen Überlegungen zur zukünftigen organisatorischen Ausrichtung des Verbandes sowie die Weiterentwicklung der nicht-kommerziellen Kinder- und Jugendreisen im Vordergrund. Die Bundeskonferenz in Schriesheim ist somit der Startpunkt für einen Organisationsentwicklungsprozess, der in den nächsten Monaten in die Landesverbände getragen werden soll.


Bereits am Freitagvormittag treffen sich die Delegierten um über die Potentiale verbandlich organisierter Kinder- und Jugendreisen zu diskutieren. Aspekte der Nachhaltigkeit, Solidarität, (gesellschaftspolitischen) Mitbestimmung und Bildung werden hier besondere Beachtung finden, denn Jugendliche wollen mehr als Sonne, Strand und Fun-Reisen. Sie wollen Reisen gemeinsam und eigenverantwortlich gestalten, Gemeinschaft (er)leben und in interkulturellen Austausch mit Gleichaltrigen vor Ort treten. Die Delegierten werden eine Vision für den Bereich der nicht-kommerziellen Kinder – und Jugendreisen entwickeln, der die zukünftige Arbeit der Naturfreundejugend Deutschlands maßgeblich prägen wird.


Am Samstagvormittag startet die Naturfreundejugend Deutschlands die nächste Phase ihres Organisationsentwicklungsprozesses „Naturfreundejugend 2015“, in der in einer Zukunftswerkstatt Ziele und Visionen für die nächsten Jahre erarbeitet werden. Die Bundeskonferenz ist somit der Startpunkt für den Prozess, der in den nächsten Monaten in die Landes- und Ortsverbände getragen wird.
Der Samstagnachmittag steht im Zeichen der Antragsberatung. Unter anderem beschäftigen sich die Delegierten mit der Zukunft der Europäischen Union, insbesondere in Bezug auf eine zielgerichtete europäische Jugendpolitik, mit Konzepten geschlechtergerechter Sprache und der Ermöglichung von Zugängen für finanziell schlechter gestellte Kinder und Jugendliche zu den Angeboten des Verband.