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Kinder untersuchen den „Tatort DisKRIMInierung“

Berlin, 03.04.2012: „Kinder können grausam sein“, so heißt es im Volksmund, will meinen, dass es oftmals Äußerlichkeiten sind, die Kinder dazu verleiten, Gleichaltrige auszugrenzen und zu hänseln. Oft bedienen sie sich dabei derselben zugeschriebenen Merkmalen wie Erwachsenen es tun: ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung oder die soziale Schicht, der jemand angehört. Die Aufhänger für Diskriminierung sind so vielfältig wie beliebig, nur dass diese in der Erwachsenenwelt oft viel gewaltigere Dimensionen annimmt. Wie gut, dass es auch Kinder gibt, denen es nicht egal ist, wenn andere ungerecht behandelt und ausgeschlossen werden, sei es unter Gleichaltrigen oder auf gesamtgesellschaftlicher Ebene. Dazu gehören die TeilnehmerInnen des Kindergipfels 2012, der vom 7. bis 10. Juni unter dem Motto „Einer für alle, alle gegen einen: Tatort DisKRIMInierung“ in Nürnberg stattfinden wird.

Der Kindergipfel ist ein bundesweites Treffen von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15, das alle zwei Jahre an einem anderen Ort in Deutschland stattfindet. Organisiert wird der Gipfel von der Naturfreundejugend Deutschlands. Das besondere an der Veranstaltung ist das große Ausmaß an Partizipation und Mitbestimmung, das der Nachwuchs dabei hat. Der Leitsatz lautet: Kinder reden - Erwachsene hören zu. Von dem Motto des Gipfels über die Themen der Workshops bis zur Auswahl der Gäste aus Politik und Wirtschaft: über all dies bestimmen nicht Erwachsene, sondern der Kinderrat. Das sind 14 Kinder aus ganz Deutschland, die dafür sorgen, dass der Kindergipfel so wird, wie ihn sich die TeilnehmerInnen wünschen.

Gerade erst hat der Kinderrat sein zweites Planungstreffen abgehalten. Neben einer thematischen Stadtführung, die dazu diente, die Stadt Nürnberg und sich untereinander besser kennenzulernen, wurde auch über die Inhalte der geplanten Workshops gesprochen. Die Themen sollen gemäß des Mottos des Gipfels von Individualität und Ausgrenzung über Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund bis hin zu Kinderrechten reichen. Auch eine Diskussionsgruppe zu Mobbing in sozialen Netzwerken wie Facebook und SchülerVZ ist geplant.

Am Ende des viertägigen Gipfels wird es für die Jugendlichen die Möglichkeit geben, die Ergebnisse ihrer Workshops zu den einzelnen Themen auf einem Podium mit PolitikerInnen zu diskutieren und diesen auf den Zahn zu fühlen. Die Wünsche und Forderungen der Kinder werden ebenso wie ihre Selbstverpflichtungen in einem Zukunftsvertrag zusammengefasst. Dieser verschwindet dann nicht in irgendeiner Schublade, sondern wird Entscheidungsträger-Innen aus dem Bundestag und den Landtagen übergeben. Auf dem folgenden Kindergipfel prüfen die TeilnehmerInnen dann, ob ihre Forderungen von den Erwachsenen auch in die Tat umgesetzt worden sind.

Den Kindergipfel gibt es bereits seit dem Jahr 1991, seit 2000 wird er im regelmäßigen Abstand von zwei Jahren von der Naturfreundejugend Deutschlands veranstaltet. Der Verband setzt sich für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein und engagiert sich für Gerechtigkeit und eine umweltverträgliche Entwicklung.

Interessierte Kinder und Jugendliche haben noch bis zum 25. April 2012 die Möglichkeit, sich für den diesjährigen Kindergipfel anzumelden. Weitere Informationen dazu finden sich unter www.kindergipfel.de. Die Teilnahme kostet 100 Euro. Mitglieder der NaturFreunde zahlen nur 60 Euro. Für Kinder aus Familien, die nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen, kann es sich lohnen, bei ortsansässigen Kinderparlamenten oder Jugendämtern anzufragen, ob diese die Kosten übernehmen können.

Weitere Informationen erhalten sie von:
Dana Marquardt, Tel. 030 – 29 77 32 74, 0ky0iy0ny0dy0ey0ry0gy0iy0py0fy0ey0ly0Øy0ny0ay0ty0uy0ry0fy0ry0ey0uy0ny0dy0ey0jy0uy0gy0ey0ny0dy0.y0dy0ey

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Naturfreundejugend Deutschlands
Warschauer Straße 59a
10243 Berlin
Telefon 030 / 29 77 32 70
Telefax 030 / 29 77 32 80
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Schlagworte: Jugendbeteiligung, Kindergipfel