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Mit Atomkraft gehen die Lichter aus

Berlin, 8. Januar 2010 – Zur Stromknappheit im winterlichen Frankreich erklärt Hans-Gerd Marian, Bundesgeschäftsführer der NaturFreunde Deutschlands:

Fünf Grad Minus über mehrere Tage im Winter. Eigentlich nicht ungewöhnlich für Mitteleuropa, aber in Frankreich, dem Land der Atomkraftwerke, ein Grund zum Bibbern. Verzweifelt schickt der französische Energieriese EDF an seine Kunden täglich eine SMS, sie mögen ihre Heizungen drosseln.

Frankreich steht mal wieder vor dem „Blackout“. Als Folge der Atompolitik heizen viele Franzosen mit Elektroheizungen, völlig ineffizient und nur dank Milliardensubventionen überhaupt bezahlbar. Wenn unsere französischen Nachbarn jetzt nicht frieren wollen und ihre Heizungen laufen lassen, importiert Frankreich zwangsweise Strom aus Deutschland oder Spanien. Von wegen Autarkie der Atommeiler. Gleichzeitig reiht sich in Frankreichs Nuklearpark Störfall an Störfall. Fällt noch ein AKW aus, könnte das Netz in Sekundenschnelle zumindest regional zusammenbrechen.

Man ahnt, wie in solchen Krisenzeiten mit der Frage der Sicherheit umgegangen wird. Lieber noch ein paar Stunden trotz Problemen weiterlaufen lassen, wäre nicht zum ersten Mal die Devise in Frankreichs Atommonopolland. Im Sommer fallen Frankreichs Atommeiler reihenweise aus, weil aufgrund der Hitze die Kühlung über die Flüsse wie die Rhone nicht mehr ausreicht.

In Deutschland bezeichnet Umweltminister Röttgen die Atomkraft neuerdings als Brückentechnologie. Da fragt man, wohin die Brücke führen mag. Die NaturFreunde meinen: weder zu Klimaschutz noch zu Versorgungssicherheit. Deshalb besser regenerativ und regional, die Zukunftsbrücke führt zu Wind und Sonne.

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Rückfragen bitte an:

NaturFreunde Deutschlands

Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur

Hans-Gerd Marian

(030) 29 77 32 60

 

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