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Kindergipfel 2012

Alle zwei Jahre veranstalten wir den Kindergipfel für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren. Unter dem Motto "Kinder reden - Erwachsene hören zu" mischen sich die TeilnehmerInnen in die Politik ein.

Vom 07. bis 10. Juni 2012 kamen etwa 50 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland in Nürnberg zusammen, um auf dem diesjährigen Kindergipfel das Thema „Einer für alle, alle gegen einen: Tatort DisKRIMInierung“ zu debattieren. Die Stadt bot mit ihrer historischen Rolle als Ort der Reichsparteitage im Nationalsozialismus sowie gegenwärtig als Stadt der Kinder- und Menschenrechte einen idealen Hintergrund für die Auseinandersetzung mit Ausgrenzung und Diskriminierung. Vier Tage lang diskutierten die jungen Menschen engagiert darüber, was jedeR einzelne für eine gerechtere Gesellschaft tun kann. An Ideen fehlte es ihnen nicht.


In unterschiedlichen Workshops zu Themen wie Diskriminierung in sozialen Netzwerken, Rechtsextremismus und Flüchtlingsdiskriminierung wurden in den nächsten zwei Tagen ausgiebig diskutiert und sich auf je drei Forderungen und Selbstverpflichtungen verständigt, die am Ende in den „Zukunftsvertrag“ einflossen.


So fordern die Kinder und Jugendlichen unter anderem ein Verbot der rechtsextremen NPD, da diese Partei ihrer Meinung nach in erster Linie außerdemokratische Ziele verfolgt. Auch machen sie sich dafür stark, dass die medizinische Versorgung von Flüchtlingen nicht nur im Notfall gewährleistet wird - sie sollen dieselben Möglichkeiten der Nutzung des Gesundheitssystems haben wie deutsche StaatsbürgerInnen auch. Auch die Altersgrenze, bis zu der Flüchtlinge Zugang zur Schulbildung erhalten, solle angehoben werden, damit sie die Chance haben, sich gemäß ihrer Fähigkeiten zu qualifizieren.


Die erarbeiteten Grundpositionen präsentierten die TeilnehmerInnen am letzten Tag auf der großen Podiumsdiskussion den geladenen Mitgliedern des Bundestages. Vertreten waren die Abgeordneten Marlene Rupprecht (SPD), Marlene Mortler (CSU), Harald Weinberg (DIE LINKE) und Marina Schuster (FDP), mit denen es zu interessanten, teilweise auch kontroversen Debatten kam.


Neben konzentrierten Arbeitsphasen kamen auf dem Kindergipfel natürlich auch der Spaß und die Freizeit nicht zu kurz. So gab es eine rasante Stadtrallye, bei der man Nürnbergs historischen Stadtkern und seine Sehenswürdigkeiten kennenlernen konnte, Ausflüge, zum Beispiel zum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände oder zum Turm der Sinne, ein Discoabend im Kolpinghaus mit (alkoholfreien) Cocktails und vielem mehr.


Untergebracht und herzlich bewirtet wurden die TeilnehmerInnen im Kolpinghaus Nürnberg, dem Mittelpunkt des Gipfels, wo auch das Kinderpressezentrum seine Arbeit aufnahm, und die gesamte Zeit mit der täglich erscheinenden „Kigi-News“ dokumentierte. Auch gab es vor Ort einen „Raum der Diskriminierung“, eine Ausstellung, in der die Kinder und Jugendlichen sich vorab schon einmal mit dem Thema Diskriminierung auf eindrückliche Weise über Bilder, Texte, Filme und interaktive Installationen auseinandersetzen konnten.

Weitere Eindrücke, Infos und Bilder gibt es unter www.kindergipfel.de
Der Zukunftsvertrag kann unter www.kindergipfel.de/ergebnisse/-/ eingesehen werden.

Förderer

Der Kindergipfel 2012 wird von dem Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert.

Ansprechpartnerin

Dana Marquardt, tdvtavtnvtavtØvtnvtavttvtuvtrvtfvtrvtevtuvtnvtdvtevtjvtuvtgvtevtnvtdvt.vtdvtev

Downloads

Flyer_KiGi_2012 (1.09 MB)

Weiterführende Links

www.kindergipfel.de

Schlagworte: Kinder, Partizipation, Umwelt, Entwicklung, Politik