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Kindergipfel 2010

Alle zwei Jahre veranstalten wir den Kindergipfel für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren. Unter dem Motto "Kinder reden - Erwachsene hören zu" mischen sich die TeilnehmerInnen in die Politik ein.

2010 findet der nächste bundesweite Kindergipfel statt. Diesmal stehen Themen der weltweiten Gerechtigkeit und der nachhaltigen Entwicklung im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Ausführliche Informationen zum Kindergipfel finden sich auf der Webseite www.kindergipfel.de. Den Kindergipfel 2008 haben wir in der Broschüre "Kaufen wir uns die nächste Erde" ausführlich dokumentiert.

Ziele

Mit dem Kindergipfel 2010 sollen folgende Ziele erreicht werden:

  1. Die TeilnehmerInnen des Kindergipfels sollen globale Zusammenhänge erkennen und Handlungsoptionen diskutieren. Ihre Kompetenzen zur Mitverantwortung im globalen Rahmen sollen gestärkt werden. Sie setzen sich dazu mit dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung auseinander und werden zur aktiven Beteiligung an einer sozial verantwortlichen Gesellschaft in der globalisierten Welt motiviert.
  2. Mit dem Kindergipfel sollen Strukturen gestärkt werden, die eine Partizipation Jugendlicher an der Diskussion wichtiger Zukunftsthemen fördern.
  3. Der Kindergipfel soll der allgemeinen Öffentlichkeit zeigen, wie wichtig die Entwicklungszusammenarbeit für die Zukunftssicherung der heran-wachsenden Generation ist.

Methoden

Die Erfahrung mit den bisherigen Kindergipfeln beweist den motivierenden Charakter der Veranstaltung. Viele Teilnehmende nehmen vom Kindergipfel den Eindruck mit, dass es sich lohnt, sich gesellschaftlich zu engagieren und dass es auch nötig ist, sich zu engagieren, um Veränderungen in Richtung einer nachhaltigeren und gerechteren Gesellschaft zu erreichen. Viele nehmen mehrmals am Kindergipfel teil, bewerben sich für den Kinderrat oder arbeiten ehrenamtlich in Projekten der Naturfreundejugend Deutschlands mit. Andere beschäftigen sich zuhause weiter mit den Themen des Kindergipfels, initiieren an ihrer Schule Diskussionen über die Forderungen und Selbstverpflichtungen des Zukunftsvertrages oder setzen sich bei den Verantwortlichen in ihrer Stadt oder Gemeinde für Maßnahmen zum Umweltschutz ein.

Der Kindergipfel garantiert eine intensive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen von der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Er liefert Ergebnisse, die von den Teilnehmenden auch glaubwürdig vertreten werden können. Außerdem bildet der Zukunftsvertrag als Abschlussdokument des Kindergipfels ein breites Spektrum von Einstellungen und Überzeugungen der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen in Deutschland ab, da die Teilnehmenden aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen kommen. Darunter sind Aktive in Jugendparlamenten, Agenda-21-Gruppen, entwicklungspolitischen Organisationen und Initiativen sowie Jugendverbänden, aber auch Kinder und Jugendliche, die vor dem Kindergipfel noch nicht gesellschaftlich engagiert waren.

Im Kapitel 25 der Agenda 21 wird die Bedeutung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung hervorgehoben. Dazu leistet die Partizipationsform des „Kindergipfels“ einen besonderen Beitrag.

Ablauf

  • Bis zum 15. Juli 2009 können sich Städte für die Ausrichtung des Kindergipfels bewerben. Die gastgebende Stadt muss die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung in einem angemessenen Rahmen realisieren und die Durchführung des Kindergipfels finanziell und logistisch unterstützen können. Weitere Auswahlkriterien sind das Engagement für globale Partnerschaft (z.B. im KlimaBündnis), für fairen Handel und für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
  • Oktober 2009: Erstes Kinderratstreffen
    Der Kinderrat hat circa 15 Mitglieder im Alter der Kindergipfel-Teilnehmenden und entscheidet mit über Motto, Workshopthemen, Schirmherrschaft, Rahmenprogramm, Gäste usw.
  • Februar 2010: Zweites Kinderratstreffen
    Der Kinderrat bereitet die Workshops und die Arbeit im Kinderpressezentrum vor und trifft Absprachen mit der Stadt zum Rahmenprogramm und zur gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit.
  • März 2010: Anmeldeschluss für die Teilnehmenden
  • Mai 2010: Kindergipfel mit rund 100 Teilnehmenden aus Deutschland
    • Repräsentative Eröffnungsveranstaltung
    • Workshops mit ExpertInnen aus der Entwicklungszusammenarbeit
    • Verabschiedung eines Zukunftsvertrags mit Forderungen an die Politik und Selbstverpflichtungen der Kinder und Jugendlichen
    • Diskussionstraining der Teilnehmenden
    • Diskussionsrunden mit Bundestagsabgeordneten aller im Bundestag vertretenen Parteien
  • bis Oktober 2010: Auswertung und Erstellung der Dokumentation des Kindergipfels
     

Zeitraum

01.04.2009 bis 31.09.2010

Förderer

Der Kindergipfel 2010 wird von InWEnt gGmbH aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Ansprechpartner

Tobias Thiele

Zur Anmeldung für den Kindergipfel

Weiterführende Links

www.kindergipfel.de

Schlagworte: Kinder, Partizipation, Umwelt, Entwicklung