Home | Impressum | Kontakt

Digital Storytelling: Ein Werkzeug für den Strukturierten Dialog

Junge Menschen haben viel zu erzählen. Über sich selbst. Über ihr Leben. Über ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Über die Gesellschaft in der sie leben. Und darüber was sich ändern müsste – in dieser Gesellschaft – damit ein gutes Leben möglich ist.

Im Alltag werden Jugendliche jedoch nur selten in gesellschaftspolitische Diskussionen miteinbezogen. Bestenfalls tauchen sie hier als passive Konsument*innen auf, die belehrt, erzogen und angeleitet werden müssen. Für ihre eigene Lebensrealität, so scheint es, sind andere Expert*innen – nie aber die Jugendlichen selbst. Dieser Praxis möchte die Naturfreundejugend Deutschlands mit dem Projekt "Digital Storytelling - Ein Werkzeug für den Strukturierten Dialog" entgegenwirken. Das Projekt bietet jungen Menschen die Möglichkeit ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen in Form von digitalen Geschichten sichtbar zu machen und sich durch eine Dialogveranstaltung mit Entscheidungsträger*innen an aktuellen Debatten um gesellschaftliche Werte und gesellschaftspolitischen Entwicklungen zu beteiligen.

Ziel

Zum einen zielt das Projekt auf die Förderung von Medienkompetenz in Bezug auf technisch-methodische Fragen und die Selbstdarstellung im Internet sowie die Erhöhung der Selbstwirksamkeit junger Menschen durch die Bewusstwerdung eigener Werte, Ziele und Ideale. Das Projekt richtet sich hierbei insbesondere an junge Menschen die häufig durch strukturelle und interaktionelle Diskriminierung von einer gleichberechtigten Teilhabe in unterschiedlichen Lebensbereichen ausgeschlossen sind.
Des Weiteren liegt dem Projekt die Annahme zugrunde, dass sich in individuellen Biographien gesamtgesellschaftliche Verhältnisse ausdrücken. Das Projekt wagt den Schritt von der reinen Biographiearbeit zum Strukturierten Dialog: Die Verflechtung von Individuellem und Gesellschaftlichem kann explizit gemacht werden, Einzelschicksale können in größere Zusammenhänge eingeordnet, gemeinsame Problemlagen geteilt und zur Verfügung stehende Ressourcen können aktiviert werden. Jugendliche sollen in die Lage versetzt werden, sich eigene Positionen zu jugendpolitischen Debatten zu erarbeiten und diese in politische Entscheidungsprozesse einzubringen, insbesondere zu den Themen:

  • Soziale Ausgrenzung und Diskriminierung in Deutschland und Europa
  • Recht auf gleichberechtigte Teilhabe junger Menschen
  • Wege zur inklusiven Gesellschaft

Methoden

Als Digital Storys bezeichnet man 2-3-minütige Kurzfilme, in denen eigene Erfahrungen und biographische Erlebnisse emotional und kognitiv aufbereitet und verarbeitet werden. Im Gegensatz zu anderen Kurzfilmen werden hier überwiegend eigene Fotos (aus dem Familienalbum oder neu erstellte), Grafiken, Postkarten und andere Erinnerungsstücke sowie die eigene Stimme benutzt um eine die persönliche Geschichte zu erzählen. Selten kommt ein Camcorder zum Einsatz. Eine Digitalstory ist maximal 3 Minuten lang und beinhaltet nur wenige Einstellungen und/oder Standbilder. So sind es nicht nur die biografischen Inhalte, sonder auch die ganz persönlichen ästhetischen Mittel, die den Geschichten ihre Authentizität verleihen und die Erzählenden in den Mittelpunkt stellen.

Im Rahmen des Projektes sollen werden an fünf Wochenendworkshops Digital Storys zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten entstehen und hier veröffentlicht. auf einer eigenen Homepage veröffentlicht werden.
Bei einer abschließenden Dialogveranstaltung sollen werden die Ergebnisse der fünf Workshops präsentiert und abschließend mit Entscheidungsträger*innen der Jugendpolitik diskutiert werden. Im gemeinsamen Dialog sollen hier Ideen und Strategien für den Weg hin zu einer inklusiveren Gesellschaft auf ihre individuelle und politische Umsetzbarkeit geprüft werden.

Förderer

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Jugend in Aktion Programms der EU

Zeitraum

01.09.2013 - 31.01.2015

Ansprechpartner_in

Lukas Nicolaisen
 

Weiterführende Links

www.capture-your-life.de