
Den Atomausstieg beschleunigen!
Der so genannte Atomkonsens hat im Jahr 2000 einen Schlussstrich unter ein teures Kapitel deutscher Energiepolitik gesetzt. Die damalige rot-grüne Bundesregierung und die Stromkonzerne vereinbarten, dass bis 2021 alle deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Der Atomkonsens war auch das Startsignal für eine nachhaltige Energieversorgung, die die Energiegewinnung für die heute junge Generation sicherstellen kann. Angesichts der globalen Herausforderungen des Klimawandels werden jedoch Rufe nach einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke lauter. Nicht nur die Stromkonzerne, auch VertreterInnen der großen Volksparteien wollen den Atomkonsens aufkündigen und stellen die Atomkraft als klimafreundliche Alternative zu Energie aus fossilen Ressourcen dar.
Atomkraft ist riskant und nicht nachhaltig
Die Forderungen nach einer verlängerten Laufzeit der Atomkraftwerke stellen dabei nicht nur einen gesellschaftlich ausgehandelten Konsens in Frage, sondern widersprechen auch dem Interesse junger Menschen an einer sicheren, nachhaltigen Lebensweise. Die Zwischenfälle in den Atomkraftwerken Brunsbüttel, Neckarwestheim, Unterweser, Biblis und Philippsburg zeigen, dass die Idee der „sicheren Atomkraft“ ein gefährlicher Mythos ist. Ungelöst ist auch die Frage, wie der für Jahrmillionen strahlende Atommüll sicher gelagert und dauerhaft von der Umwelt abgeschirmt werden kann.
Die Zukunft ist erneuerbar
Die Stromkonzerne schüren Ängste vor einer zusammenbrechenden Stromversorgung in Deutschland, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Dabei steigt die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aktuellen Prognosen zufolge zwischen 2002 und 2010 von rund 50 Milliarden Kilowattstunden auf 92 Milliarden Kilowattstunden. Das ersetzt bereits mehr als das Doppelte des Stroms aus den Atomkraftwerken, die bis 2010 gemäß Atomausstiegsvereinbarung abzuschalten sind. Aktiver Klimaschutz ist also nicht nur bei einer Beibehaltung, sondern auch bei einem Vorziehen des Ausstiegs aus der Nutzung von Atomenergie möglich.
Gemeinsam für Erneuerbare Energien
Wir engagieren uns im Bündnis mit anderen Jugendverbänden für einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie und eine Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen. Gemeinsam mit der BUNDjugend, der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend im ländlichen Raum (BAG ejl), der Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB), der Naturschutzjugend (NAJU) und zahlreichen Einzelpersonen im jungen Erwachsenenalter bilden wir das Jugendbündnis Zukunftsenergie. Wir fordern PolitikerInnen auf, nicht nur von Nachhaltigkeit zu reden, sondern gemeinsam mit Jugendlichen an ihrer Umsetzung zu arbeiten. Damit die junge Bevölkerung besser informiert wird, ist es uns wichtig, dass Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten Erneuerbare Energien als bedeutendes Thema behandeln. Auf regelmäßigen Treffen an unterschiedlichen Orten in Deutschland tauschen sich die Aktiven des Jugendbündnis Zukunftsenergie aus und entwickeln neue Projekte.
Auf der 81. Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings wurde der Beschluss "Den Atomausstieg beschleunuigen" am 24./25.10.2008 in Berlin beschlossen
Projekte
Plakatkampagne Erneubare Energien
Jugendbündnis Erneuerbare Energien
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