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UN-Klimakonferenz 2015 in Paris: Gerechtigkeit und Jugendbeteiligung in der Klimapolitik

Gerechtigkeit und Solidarität sind Grundwerte der Naturfreundejugend Deutschlands. Allen Menschen und zukünftigen Generationen muss ein gleichberechtigtes und menschenwürdiges Leben auf diesem Planeten ermöglicht werden. Dazu benötigen wir stabile Lebensbedingungen und eine intakte Natur und Umwelt, die in der Lage ist, uns ein solches Leben zu erfüllen.

Der fortschreitende globale Klimawandel bedroht jedoch diese Lebensgrundlagen. Er ist somit eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Wir alle müssen aktiv werden, um zu starke menschengemachte Klimaveränderung zu verhindern. Wir als Naturfreund*innen sind uns
dieser Verantwortung bewusst und setzen uns für einen nachhaltigen Lebensstil ein. In unserem Alltag sowie auf unseren Reisen und Freizeiten versuchen wir, Emissionen zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Doch auch die Politik muss handeln und auf internationaler Ebene weitere Schritte beschließen.

Ein verbindliches Klimaabkommen
Mit dem Ziel, ein verbindliches internationales Klimaabkommen für 2020 zu beschließen, findet vom 30. November bis 11.Dezember 2015 die 21. UN-Klimakonferenz in Paris statt. Es ist dringend notwendig, dass hier weitreichende und zukunftsfähige Entscheidungen getroffen werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und sich intensiv für ein verbindliches Klimaabkommen einzusetzen.
Dieses muss alle großen Treibhausgas-Verursacher zu festen Reduktionszielen verpflichten. Die Umsetzung dieser Ziele muss regelmäßig überprüft werden und bei einer Nicht-Einhaltung strenge Konsequenzen nach sich ziehen. Die Nutzung von CCS (Carbon Capture and Storage), mit dessen potentiellen Gefahren für Mensch und
Natur, darf dabei keine Option sein.

Globale Gerechtigkeit
Insbesondere die Länder, die bisher kaum zum Klimawandel beigetragen haben, werden in Zukunft am meisten unter dessen Folgen leiden. Dies sind hauptsächlich Länder des globalen Südens mit großer Armut und wenigen Möglichkeiten der Anpassung. Wir fordern, dass vor allem solche Länder in ihrer Anpassung an den Klimawandel und dem Aufbau klimaverträglicher Energiestrukturen unterstützt werden. Dafür müssen im Rahmen des Green Climate Fund großzügig finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt sowie feste und faire Beiträge der Länder beschlossen werden.

Jugendbeteiligung stärken
Neben der globalen Gerechtigkeit ist bei dem langfristigen Thema Klimawandel besonders die Generationengerechtigkeit von Bedeutung. Denn die Folgen unseres heutigen Handelns tragen vor allem zukünftige Generationen. Jungen Menschen muss deshalb eine Beteiligung an den politischen Entscheidungsprozessen zum Thema
Klima ermöglicht werden. Es soll nicht über sie, sondern mit ihnen gesprochen werden. Wir fordern, dass auch Minderjährige einfache Möglichkeiten haben sollten, sich in den Prozess für ein neues Klimaabkommen einzubringen. Auch ihnen muss im Rahmen der UN-Klimakonferenzen ein Zugang und eine Akkreditierung ermöglicht
werden.

Schlagworte: Klimaschutz