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Gemeinsam gut gebildet in die Zukunft

Bildung zählt nach Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen zu den Rechten eines jeden Menschen auf der Erde. In der Erklärung verpflichten sich die Staaten den freien Zugang zur Bildung zu garantieren. Kaum einer bestreitet, dass sie der Schlüssel für den Erfolg einer Gesellschaft ist, dennoch werden die Menschen auch in Deutschland nicht optimal gefördert und in Bezug auf Chancengleichheit diskriminiert. Dieser Zustand kann nicht bestehen bleiben!

Selbstbestimmte Teilhabe statt Bildung auf Rezept

Im Rahmen der Neuregelung der Hartz-IV-Regelsätze und der Anpassung der Sätze für Kinder und Jugendliche gibt es derzeit eine intensive politische und gesellschaftliche Diskussion um die Einführung von Gutscheinen für Bildung und Teilhabe, aus denen Leistungen für junge Hartz-IV-EmpfängerInnen finanziert werden sollen.

Diskussion um die Kinderkrebsstudie

„Ein Jahr schwarz-gelb“ lautete der Titel der Talkshow Maybrit Illner am 28. Oktober 2010. Kai Niebert, Bundesleiter der Naturfreundejugend Deutschlands, war für das Thema "Ausstieg aus dem Atomausstieg" geladen und wies auf die erhöhte gesundheitliche Gefährdung von Kindern, die in der Nähe von Atomkraftwerken aufwachsen, hin.

Kommentar zum Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung

124 Seiten ist er lang, der Koalitionsvertrag der neuen schwarz-gelben Bundesregierung. Über weite Strecken liest er sich sehr detailreich, allerdings enthält er auch über 100 Prüfaufträge. Das wirkt fast so, also ob die neue Regierung ein fremdes Land übernommen hätte. Dabei war das Wahlergebnis doch absehbar.

Plädoyer für ein neues, nachhaltiges Zukunftsprojekt

Glaubt man den Medien, wird Deutschland ab sofort bürgerlich regiert. Von einer „bürgerlichen Mitte“ ist die Rede, einer Mitte in der sich Angela Merkel als Kanzlerin „aller Deutschen“ in Szene setzen will.Wer behauptet, dass es jetzt eine bürgerliche Mehrheit in Deutschland gäbe, irrt gewaltig. Karl Renner war bürgerlich, ebenso wie Karl Marx, Willy Brandt und Oskar Lafontaine. Bürgerlich zu sein ist für sie zu allererst eine republikanische Geisteshaltung. Sie heißt, sich zur eigenen Verantwortung für sich selbst und für seine Nächsten zu bekennen.Bürgerlich zu sein heißt nicht, den Egoismus zu frönen und den Staat als Bedrohung zu sehen. Richtig verstanden heißt es, gemeinsam für eine bessere Gesellschaft zu kämpfen und nicht darauf zu hoffen, dass es andere tun. Nennen wir es beim Namen. Deutschland wird von nun an nicht bürgerlich, sondern konservativ-neoliberal regiert.

Mehr Chancen für ein gesundes Aufwachsen

Die Bundesregierung hat ihren 13. Kinder- und Jugendbericht unter dem Titel "Mehr Chancen für ein gesundes Aufwachsen" veröffentlicht. Aus der Sicht eines Kinder- und Jugendverbands nimmt die Naturfreundejugend Deutschlands dazu Stellung.

Schutz des Kindeswohls

Wir übernehmen in der Gruppenarbeit, auf Seminaren, Freizeiten sowie Kinder- und Jugendreisen als Verband, aber auch Einzelpersonen Verantwortung für uns anvertraute junge Menschen. Unter dem Begriff „(Schutz vor) Kindeswohlgefährdung“ hat sich in den letzten Jahren eine intensive fachliche Diskussion mit einem besonderen Fokus auf der Verhinderung von sexuellem Missbrauch entwickelt, die wir bewerten und auf unsere Arbeit beziehen wollen.

Gute Gründe für ein Grundeinkommen

Die Naturfreundejugend Deutschlands befürwortet das Grundeinkommen für alle als wichtigen Beitrag für eine nachhaltige solidarische Gesellschaft. Sie spricht sich in der gesellschaftlichen Debatte für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus und bringt sich in die Weiterentwicklung und Umsetzung des Konzepts ein. Dabei misst sie besonders den Bedürfnissen junger Menschen hohe Bedeutung bei.

Kapitalismus überwinden

Der ungleiche Zugang zu natürlichen und kulturellen Ressourcen ist die große Herausforderung der heutigen Zeit. Das gilt weltweit und vor unserer eigenen Haustür. In den vergangenen Jahren haben sich in vielen Bereichen die Gegensätze zwischen Arm und Reich noch vergrößert. Soziale Errungenschaften der Arbeiterbewegungen wurden den vermeintlichen Zwängen der Globalisierung geopfert. Junge NaturfreundInnen hinterfragen diese aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und antworten darauf mit konkreten politischen Forderungen. Sie suchen nach Alternativen zum Kapitalismus und zur neoliberalen Globalisierung.

Nachhaltigkeit gestalten

Wir wissen, dass globale Entwicklungen wie Klimawandel, Artensterben und wachsende Unterschiede zwischen Arm und Reich die Lebenschancen der jungen und zukünftigen Generationen immer weiter einschränken werden. Das gilt besonders für die Menschen in armen Ländern, aber auch bei uns werden die Folgen dieser Entwicklungen spürbar sein. Unsere einzige Alternative besteht in einem radikalen Wertewandel, der zu einem veränderten Denken und Handeln führt.

Den Atomausstieg beschleunigen!

Kinder und Jugendliche haben Angst vor der Atomenergie. Deswegen engagieren wir uns gemeinsam mit anderen Jugendverbänden für einen schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft und den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wind, Wasser, Sonne und Erdwärme sind nachhaltige Energiequellen, die nach menschlichen Maßstäben als unerschöpflich gelten. Eine 100%ige Energieversorgung aus diesen Quellen ist möglich, wenn gleichzeitig alle Möglichkeiten zum Energiesparen ausgenutzt werden. Aus der Perspektive junger Menschen ist dies auch die einzige akzeptable Option.

Teilhabe von Kindern und Jugendlichen

Wir begreifen gesellschaftliche Teilhabe nicht nur als ein Grundrecht, sondern auch als eine Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft. Dabei machen wir die Beteiligungsmöglichkeiten nicht von bestimmten Altergrenzen abhängig und ermöglichen es jungen Menschen jeden Alters und jeder sozialen Herkunft, sich bei uns einzubringen.

Kein Mensch ist illegal!

MigrantInnen und Flüchtlinge sind in Deutschland und Europa unerwünscht. Wie aus den Diskussionen um ein Zuwanderungsgesetz deutlich hervorgeht, will man hier nur diejenigen MigrantInnen beherbergen, die für den “Standort Deutschland” von Nutzen sind. Menschen aber, die vor Hunger, Krieg, Verfolgung oder schlicht einem nicht lebenswerten Leben fliehen, schlägt man die Tür vor der Nase zu.

Kinderarmut verhindern

Mehr als 1,5 Millionen Kinder leben in Armut, das ist jedes zehnte Kind in Deutschland. Die Rate der Kinderarmut wächst schneller als die Armut unter Erwachsenen. Besonders betroffen sind Kinder aus Familien mit mehreren Kindern, Kinder Alleinerziehender, Kinder aus Zuwandererfamilien und Kinder, die in sozial benachteiligten Verhältnissen aufwachsen.

Bildung für alle

Bildung ist eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Zwar verändert man eine Gesellschaft nicht allein dadurch, dass man Wissen erwirbt oder weitergibt. Jedoch ist Bildung Grundlage für das Verstehen dessen, was um uns herum geschieht. Unser Verständnis von Bildung, ist es junge Menschen in die Lage zu versetzen, sich von gegeben Machtverhältnissen zu emanzipieren und sie kritik-, urteils- und entscheidungsfähig zu machen. Dazu gehört politische Bildung genauso wie die Befähigung zum Einsatz für Werte und Normen, die wir der Gesellschaft zugrunde legen wollen.