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Neue Freund*innen für die große Transformation

Drei Tage lang verwandelte sich das Naturfreundehaus Hannover in einen Schmelztiegel der Transformationsideen. 60 junge Aktive aus ganz Deutschland kamen, um Kontakte zu knüpfen, Neues zu lernen, Aktionen zu planen und Augenblicke zu teilen.

Am Anfang stand die Frage nach der Gerechtigkeit: Der Klimawandel droht die Welt noch ungerechter zu machen. Aber was ist in unseren Augen „gerecht“ und welche Schritte müssten wir für eine klimagerechte Welt gehen? Ein erster Meinungsaustausch dazu fand im Rahmen einer Sozialen Wanderung in der nahe gelegenen Eilenriede statt. An der frischen Luft konnten die Teilnehmer*innen den Alltag hinter sich lassen, ins Gespräch kommen und ihre spontanen Gedanken austauschen.

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Anschließend unternahmen die Teilnehmer*innen gemeinsam mit Carl-Diedrich Schleussner vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung einen aktuellen Blick auf den Klimawandel. Dabei wurde schnell klar, dass das 1,5-Grad Ziel nicht unerreichbar ist, aber vor allem politisch gewollt sein muss.

Spannende Diskussionen schlossen sich an. Könnte nicht angesichts des geringen Fortschritts beim Klimaschutz eine autoritäre Natur- und Umweltpolitik der Ausweg sein? Diesem Gedanken würde eine klare Absage erteilt: Auch für den Klimaschutz ist die Abgrenzung zu den demokratiefeindliche und menschenverachtende Forderungen rechtsextremer Gruppierungen sehr wichtig. Denn an einer Lösung der ökologischen Krise sind diese mit Gewissheit nicht interessiert.

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In drei Arbeitsphasen wurde dann der Bogen von der Analyse der aktuellen Situation über mögliche Wege zur Klimagerechtigkeit bis hin zu konkreten Aktionsideen gespannt. Bei der Vielfalt der angebotenen Workshops fiel die Entscheidung in den einzelnen Phasen nicht leicht: Während die einen die Städte der Zukunft planten, überlegten die anderen, wie der Kohleausstieg gelingen. Während im großen Saal umweltpsychologische Grundlagen erarbeitet wurden, lauschten im Tagungsraum unter dem Dach die Teilnehmer*innen den Berichten der Aktivisten aus dem Hambacher Forst.

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Ein Open Space bot die Möglichkeit eigene Themen einzubringen. Eine Gruppe diskutierte bis nach Mitternacht die Frage, wie sich Menschen außerhalb der eigenen Blase für den Klimaschutz gewinnen lassen, während andere den Tag mit Yoga oder Tanz ausklingen ließen.

Am Sonntagnachmittag endete die Transformationsakademie 2018 mit vielen neuen Erkenntnissen und Ideen, mit herzlichen Umarmungen und dem festen Vorsatz auch 2019 dabei zu sein.

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Schlagworte: Klimaschutz, Transformation, Transformationsakademie