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Von umweltschädlichen Transportwegen und produktiven Jugendtreffen

ETS in Hannover. Jugendliche aus ganz Europa diskutieren über ihre Zukunft und kommen zu interessanten neuen Lösungen für ihr Zusammenleben.

TeilnehmerInnen des ETS 2011Im hannoverschen Naturfreundehaus, idyllisch gelegen zwischen Schrebergärten und Wald, herrschte vom 1. bis 5. Oktober lebhafter Trubel und geschäftiges Treiben.
Insgesamt 64 jugendliche TeilnehmerInnen von 15 bis 20 Jahren aus Polen, Rumänien, Deutschland, Österreich, Litauen und Italien reisten an, um sich auf dem Europäischen Jugendgipfel gemeinsam mit den Themen ‚Nachhaltigkeit’ und ‚Entwicklungspolitik’ auseinanderzusetzen. Statt Sonntagsreden über "Nachhaltigkeit" zu schwingen, wollten die TeilnehmerInnen ein deutliches Zeichen für eine gerechtere Welt setzen. Schließlich ging es um ihre Zukunft. Über die unterschiedlichen Nationalitäten hinweg galt für alle: Sie sind jung, engagiert und wollen mehr!

In unterschiedlichen Themenworkshops arbeitete man auf den Zukunftsvertrag hin, stets entlang des roten Fadens der Nachhaltigkeitsproblematik. Trotz der anspruchsvollen Thematik herrschte allzeit ausgelassene Stimmung. Das Schulenglisch reichte vollkommen aus, um miteinander warm zu werden und Argumente und Lachanfälle zu teilen.

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In fünf Tagen wurde Beachtenswertes hervorgebracht: Jeder inhaltliche Workshop wurde von Forderungen und Selbstverpflichtungen für den Zukunftsvertrag, und jeder Kreativ-Workshop von einem kreativen Endprodukt gekrönt. Im Zukunftsvertrag finden sich Forderungen nach stärkerer Nutzung erneuerbarer Energien oder nach einer Kennzeichnung der Produktionsbedingungen bei Produkten. Jeder soll auf den ersten Blick sehen können, ob er Kinderarbeit und Umweltverschmutzung in Kauf nimmt, wenn er zum Beispiel eine Jeans kauft.
Der Film-Workshop produzierte einen Stop Motion-Clip. Im Graffiti-Workshop musste die maus-graue Mauer vor dem Naturfreundehaus, die bis dato großzügig Tristesse verbreitet hatte, dran glauben. Nachdem sich die Teilnehmer liebevoll daran vergangen haben, strahlt sie nun in
(be-)stechenden Neonfarben.

Die gesamten Ergebnisse sind online auf der offiziellen Website www.teenagerssummit.eu für jeden ersichtlich.
Am letzten Tag ging’s ans Eingemachte: Die Podiumsdiskussion mit PolitikerInnen fand im prachtvollen Hodlersaal des neuen Rathauses statt. Ein phantastisches Ambiente! Aber das nur nebenbei.

Eingeladen waren die Bundestagsabgeordneten Caren Marks (SPD) und Sven- Christian Kindler (Die Grünen). Bernd Strauch, Ratsvorsitzender und Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, eröffnete die Veranstaltung.
Viel Applaus erhielt Sven-Christian Kindler für Ansagen wie „Wenn wir immerzu höflich sind, wird sich nichts verändern!" Damit spiegelt er die Anschauung vieler Jugendlicher wieder. Caren Marks lobte den Einsatz der Teilnehmerinnen und die Arbeit der Naturfreundejugend: „Ihr seid auf dem richtigen Weg. Politisches Engagement wie zum Beispiel bei der Natur-freundejugend ist wichtig“.

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Dass der Entwicklungshilfe mehr Gelder zufließen sollten, dieser Meinung waren beide Bundestagsabgeordneten. Und die TeilnehmerInnen des europäischen Jugendgipfels sowieso.

Der europäische Jugendgipfel wurde durch das BMZ und vom Programm ‚Jugend in Aktion’ der EU gefördert.
 

Weitere Infos und Bilder findet ihr unter www.teenagerssummit.eu



Fotos: Sebastian Suk

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Schlagworte: European Teenagers' Summit, Jugendarbeit, hannover; ETS; Jugendliche; Europa;, International