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Foto: clairette / photocase.com

Kinderlärm oder Zukunftsmusik?

Das Naturfreundehaus Karl Renner in Berlin hat in den letzten Jahren eine nervenaufreibende Auseinandersetzung mit einigen Nachbarn über die „Lärmentwicklung“ durch junge NutzerInnen geführt. Das Haus hat inzwischen nicht nur die Prozesse gewonnen, sondern der Konflikt und die ihn begleitende Lobbyarbeit haben auch zu einer Klarstellung geführt: In Berlin ist der von Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendübernachtungsstätten und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe in Mischgebieten ausgehende Lärm generell als sozial adäquat hinzunehmen.

Ebenso wie Berlin ist auch Rheinland-Pfalz mit gutem Beispiel vorangegangen und hat gemeinsam mit anderen (unterschiedlich regierten) Bundesländern eine Bundesratsinitiative durchgesetzt, in der gefordert wird, Kinderlärm als sozial adäquat und damit hinzunehmen betrachtet wird. Bisher wird Kinderlärm ebenso wie die Geräusche von Maschinen oder Verkehrsgeräusche nach der Technischen Anleitung Lärm behandelt, was Kinderrechtsorganisationen seit Jahren verurteilen.
 

Weiterführende Links

dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/011/1701194.pdf