Erneuter Angriff auf die Naturfreundejugend Berlin
Wir vermuten, dass dieses Ereignis ein Einschüchterungsversuch von Neo-Nazis ist. Denn leider wurde die Naturfreundejugend Berlin nicht zum ersten mal angegriffen: Anfang 2008 wurde eine Anschlagsserie verübt, zu der sich Rechtsextreme bekannten. Sie beschädigten die Bürofenster mit Pflastersteinen, zerstörten die Frontscheibe eines Autos, welches sie gleichzeitig besprühten. Des weiteren wurde damals ein Zettel mit der Aufforderung "UMZUG!" an die Büroscheiben geklebt und wir erhielten eine Drohmail mit explizit rechtsextremem Inhalt.
Außerdem wurden am Wochenende weitere linke Initiativen Ziel von Angriffen: In der Nacht zum vergangenen Donnerstag (21.1.2010) haben Neonazis die Schaufensterscheiben der Chile-Freundschaftsgesellschaft "Salvador Allende" e.V. in Berlin Neukölln eingeschlagen und zahlreiche NPD-Zettel verklebt, die an den Jahrestag des Selbstmordes des
Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß erinnern. Am Wochenende wurden in der Galerie Olga Benario, ebenfalls in Berlin Neukölln gelegen, die Scheiben der Eingangstür beschädigt.
Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Neo-Nazis in Berlin zusammen tun, um linke Initiativen einzuschüchtern. Doch wir lassen uns das nicht gefallen und werden unsere Arbeit unvermindert fortsetzen! Dabei solidarisieren wir uns mit der Chile-Freundschaftsgesellschaft "Salvador Allende" e.V., der Galerie Olga Benario und allen Projekten, die Opfer von rechtsextremen Angriffen werden!
Die Naturfreundejugend Berlin ist ein parteiunabhängiger Verband, der sich auf vielfältige Weise in der Kinder- und Jugendarbeit politisch gegen Unterdrückungs- und Herrschaftsverhältnisse wie Rassismus, Nationalismus, Sexismus und Antisemitismus engagiert.
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